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EilUn-Feer-Skuul : Pläne immer weiter abgespeckt

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Dauerthema Schulsanierung: Zwei Varianten stehen zur Debatte. Die Amtsumlage wird zur Finanzierung angehoben.

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2016 | 12:15 Uhr

Die Eilun-Feer-Skuul in Wyk muss saniert werden. Darüber gibt es bei den Verantwortlichen schon seit Längerem keinerlei Zweifel. In diversen Ausschüssen des Amtes Föhr-Amrum steht dieses Thema regelmäßig auf der Tagesordnung, wobei die Planungen im Laufe der Zeit immer mehr abgespeckt werden mussten. Statt eines Neubaus, der zu Beginn angepeilt worden war, stehen jetzt nach einigen Planungsetappen zwei Varianten zur Debatte: Entweder sollen für 8,3 Millionen Euro der vordere Bereich des Gebäudes sowie die Schul- und Gruppenräume saniert, oder für 9,7 Millionen Euro auch die Umstrukturierung der Fachräume im Obergeschoss in Angriff genommen werden. Angelika Falter vom Bau- und Planungsamt erläuterte im Schul- sowie im Haupt- und Finanzausschuss des Amtes Föhr-Amrum kurz die nächsten Schritte. „Es geht nun an die Feinplanung“, so Falter, die auch deutlich machte, dass aus Gründen des Brandschutzes mit der Sanierung des Schulgebäudes nicht länger gewartet werden könne.

Moniert wurde von einigen Kommunalpolitikern die Dauer der Planungen. Man warte inzwischen jahrelang darauf, dass etwas geschieht und könne die Verzögerungen allmählich nicht mehr verstehen. Amtsdirektorin Renate Gehrmann machte dazu deutlich: „Das Projekt hat sich so verzögert, weil der ursprüngliche Plan, der zwölf Millionen Euro gekostet hätte, nicht finanzierbar war. Wir sind aber hoffentlich bald am Ende des Wartens“, machte die Amtsdirektorin den Kommunalpolitikern Hoffnung.

Inzwischen ist die Haushaltssatzung des Amtes Föhr-Amrum für das laufende Jahr vom Amtsausschuss verabschiedet, und sie weist 8,02 Millionen Euro für den ersten Abschnitt der Schulsanierung aus. Für das Jahr 2017 werden 1,33 Millionen Euro für den zweiten Bauabschnitt „eingeplant“. Es geht dabei, laut Entwurf, um den Klassentrakt mit Nebenräumen und Fluren.

Da trotz aller Bemühungen der Amtsverwaltung und der Kommunalpolitiker keinerlei Zuschüsse für die Sanierung zu erwarten sind, muss der für 2016 ausgewiesene Betrag über einen Kredit finanziert werden. Die Kommunalaufsicht hatte dies bis zu einer Höhe von rund acht Millionen Euro gebilligt.

Amtsvorsteherin Heidi Braun hatte bei den Haushaltsberatungen im Ausschuss bedauert, dass es keine Förderung für den Schulbau gibt. Deutlich machte sie deshalb, dass es in den Kommunen Steuererhöhungen geben wird. „Die Gemeinden müssen sich bewegen, denn wir müssen diese Millionen alleine bezahlen“, so Heidi Braun. „Unsere Kinder brauchen vernünftige Schulen, und dafür haben wir die Verantwortung. Deshalb wird jeder herangezogen werden, anders geht es nicht“, ließ die Amtsvorsteherin kein Zweifel am Ernst der finanziellen Lage.

Deutlich wird dies auch in der Haushaltssatzung, die eine Anhebung der von den Gemeinden zu bezahlenden Amtsumlage von 47,2 Prozent im vergangenen Jahr auf 49,32 Prozent vorsieht. Danach werden die Gemeinden auf Föhr und Amrum insgesamt 5,4 Millionen Euro an das Amt Föhr-Amrum bezahlen, was eine Zunahme von rund 293  000 Euro bedeutet. Benötigt werden dieses Mittel hauptsächlich, um Kredite bezahlen zu können.

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