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hilfe für den wald : Pflanzaktion für die Aufforstung

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Nach den Orkanen im vergangenen Jahr waren die Flächen rund um die Schietkuhle beim Wyker Flugplatz kaum wiederzuerkennen. Nun setzten die Konfirmanden der Gemeinde St. Nicolai gemeinsam mit dem Lions-Club 1000 Bäume im Insel-Wald.

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erstellt am 03.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Nach den Orkanen im vergangenen Jahr waren die Flächen rund um die Schietkuhle beim Wyker Flugplatz kaum wiederzuerkennen. Wo man vorher unter recht stattlichen Bäumen wandern konnte, waren plötzlich Flächen entstanden, auf denen „Christian“ und „Xaver“ Mikado gespielt hatten. Mit großem Einsatz trieb der Föhrer Forstbetriebsverband die Aufräumarbeiten voran, und nun kann sich Forstwirt Ole Sieck Gedanken über die Aufforstung machen.

Zum Glück steht er dabei nicht allein auf weiter Flur, sondern kann auf tatkräftige und finanzielle Unterstützung verschiedenster Föhrer Einrichtungen bauen. Wichtige Helfer und nicht zum ersten Mal im Amtsforst aktiv war jetzt wieder die Gruppe der kleinen Konfirmanden der vierten Klassen und der „normalen“ Konfirmanden von Pastorin Hanna Wichmann. Bereits seit drei Jahren haben sich die Konfirmanden der St.-Nicolai-Kirchengemeinde der Aktion „Plant for the planet“ angeschlossen, die ein Bewusstsein für globale Gerechtigkeit und den Klimawandel schaffen will.

Diese Schüleraktion entstand im Jahr 2007 auf Initiative des damals neunjährigen Felix Finkbeiner. Sein Vorbild war die kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, die es in 30 Jahren geschafft hat, in Afrika 30 Millionen Bäume zu pflanzen.

Für ihre Pflanzaktion sammeln die Konfirmanden Geld und machen sich gemeinsam mit der Pastorin sowie zahlreichen Eltern auf, um die Bäume zu pflanzen. 1000 Euro haben die Jugendlichen auf „die Beine gestellt“ und machten sich unter Anleitung Ole Siecks daran, mit zwei bis drei Jahre alten kleinen Buchen die Freiflächen im Forst zu füllen. „Viele der Jugendlichen sind bereits zum dritten Mal dabei“, berichtet Hanna Wichmann. „Die Kinder wissen auch ganz genau, welche Bäumchen von ihnen in den Boden gebracht worden sind, und sie waren ganz traurig, dass auch einige davon bei den Stürmen vernichtet wurden.“

Nicht nur die Konfirmanden waren im Pflanzeinsatz. Parallel dazu hatten sich auch etwa 15 Mitglieder des Föhrer Lions-Club mit allem notwendigen Werkzeug im Forst eingefunden. „Wir haben eine gut gefüllten Clubkasse“, berichtet Jürgen Huß, „und hielten es für eine gute Idee, daraus 1000 Euro für den Forst zu spenden. Als die Föhr-Amrumer Bank ebenfalls 1000 Euro für die Aufforstung „locker machte“, schlugen Michael Cornils, Geschäftsführer des Forstbetriebsverbandes, und Ole Sieck zu und bestellten 6000 kleine Buchen, die nun nach und nach im Wald eine neue Heimat gefunden haben. Die freiwilligen Helfer haben bei ihrer Aktion, die mit ebenfalls gespendeten Kaffee und Kuchen endete, hauptsächlich die Lücken im Wald bepflanzt. Für die Aufforstung der großen Freiflächen nördlich der Schietkuhle soll ein professioneller Pflanzer aktiv werden. Der Forstbetriebsverband, so Cornils, hat berechtigte Hoffnung, Zuschüsse zu bekommen.

Unabhängig von den Sturmschäden konnte im vergangenen Herbst beim Amtsforst eine besondere Pflanzaktion stattfinden. Auf Initiative von Birthe Olufs und Ole Sieck konnten insgesamt 38 einheimische Obstbäume – Äpfel, Birnen und Mirabellen – angesiedelt werden. Dafür hatten Interessierte 1500 Euro gespendet.

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