Politik in Wyk : Personal-Karussell dreht sich gewaltig

Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen (r.) führt Peter Potthoff-Sewing in das Amt ein.
Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen (r.) führt Peter Potthoff-Sewing in das Amt ein.

Mit Peter Potthoff-Sewing hat die CDU-Fraktion in der Stadtvertretung ein neues Mitglied bekommen. Auch in den verschiedenen Ausschüssen der Stadt gab es Veränderungen.

shz.de von
11. Juli 2015, 11:00 Uhr

Mit Peter Potthoff-Sewing hat die CDU-Fraktion in der Wyker Stadtvertretung ein neues Mitglied bekommen. Bürgermeister Paul Raffelhüschen führte ihn als Nachfolger des zurückgetretenen Ulrich Herr in sein Amt als Stadtvertreter ein. Als Folge der Veränderung bei CDU und SPD drehte sich dann auch das Personalkarussell in den verschiedenen Ausschüssen der Stadt gewaltig.

Eine weitere Personalie war das Thema, ob der Bürgermeister der Stadt Wyk in Zukunft wieder hauptamtlich tätig sein soll, worüber schon früher diskutiert worden war. Dazu legte nun die SPD-Fraktion den Antrag vor, dass sich eine Arbeitsgruppe mit dieser Frage befassen soll. „Für eine Entscheidung über dieses wichtige Thema fehlt uns das nötige Wissen“, erklärte dazu der SPD-Fraktionssprecher Peter Schaper, der nicht ausschließen wollte, dass man auch eine ganz andere Lösung finden könne. Nach Vorstellung seiner Partei sollte diese Arbeitsgruppe vor der nächsten Kommunalwahl im Jahr 2018 zu einem Ergebnis kommen, damit gegebenenfalls die Wahl der Stadtvertretung und des Bürgermeisters parallel durchgeführt werden können. Auch das Amt Föhr-Amrum plädiere aus Personal- und Kostengründen für diese Lösung, machte Schaper weiter deutlich.

„Ich bin froh, dass unser Anstoß in Sachen Bürgermeister Wirkung zeigt“, erklärte Till Müller von den Grünen, der aber den vorgeschlagenen Zeitrahmen für nicht akzeptabel hielt. „Dabei würde alles zerredet“, so die Sorge von Müller. Für einen deutlich kürzeren Zeitrahmen bis zu einer Entscheidung plädierte auch Silke Ofterdinger-Daegel (KG), während Claudia Andresen (CDU) sich zwar generell die Bildung einer Arbeitsgruppe über die zukünftige Ausrichtung des Bürgermeister-Amtes vorstellen kann. Sie äußerte sich jedoch skeptisch über den Sinn einer nicht öffentlich tagenden Gruppe. Die Vertreter der SPD machten dazu deutlich, dass die Sitzungen der AG öffentlich sein sollen und die Beteiligung der Bürger erwünscht sei. Letztlich wurde der SPD-Antrag mit neun Ja-, sechs Nein-Stimmen und einer Enthaltung angenommen.

Die Einführung des elektronischen Sitzungsdienstes, der für das Amt Einsparungen bedeuten würde, da die Unterlagen nicht mehr in Papierform versandt werden sollen, ist bei zwei Nein-Stimmen durchgewunken worden. Für die anfallenden Kosten für die notwendigen Geräte bekommen die Stadtvertreter 70 Euro pro Jahr und die bürgerlichen Ausschussmitglieder 35 Euro.

Dabei ist die Begeisterung für die elektronische Welt durchaus geteilt. Erland Christiansen (CDU), der Wert auf die Feststellung legte, dass er mit dem Internet umgehen kann, befand, dass er Vorlagen in Papierform besser durcharbeiten könne. Mit der Einführung werde der Aufwand vom Amt auf die Mandatsträger verlegt, weshalb er den Sinn und Zweck des Ganzen nicht erkennen könne.

Otto-Eberhard Schaefer (KG) outete sich ebenfalls als wenig tablet-begeistert. Dabei verwies er auch auf seinen direkten Sitznachbarn, der „nur noch in das Ding schaue“, was äußerst ungemütlich sei. Schließlich erklärte auch Dirk Hartmann von den Grünen, dass er die Unterlagen lieber in Papierform in der Hand halte.

Die Stadtvertreter erfuhren schließlich auch, dass die Stadt Wyk die Möglichkeit habe, den Fähranleger 1 für einen Euro zu erwerben. Im Hinblick auf eine mögliche Förderung sei dies von Vorteil. Weiter wurde darauf verwiesen, dass der Wasserbeschaffungsverband (WBV) Föhr an einer neuen Tarifstruktur arbeitet. Dazu wurde der Wunsch laut, dass der Vertreter des WBV dieses Vorhaben in einer künftigen Sitzung genauer vorstellt.

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