Museum Kunst der Westküste : Papier – ein vielseitiger Werkstoff

Im Blauraum konnten Arbeiten der Grundschulkinder bewundert werden.
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Im Blauraum konnten Arbeiten der Grundschulkinder bewundert werden.

Wyker Schulkinder erkundeten in Alkersum die Ausstellung „Papermania“. Sie wurden dann selbst zu Künstlern.

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14. Juli 2015, 15:30 Uhr

Verrückt nach Papier war nicht nur das Team des Museums Kunst der Westküste (MKDW) in Alkersum, sondern auch die rund 160 Schülerinnen und Schüler aus acht Klassen der Wyker Rüm-Hart-Schule bewiesen ein Gefühl für dieses Material. Im Rahmen der Ausstellung „Papermania“ hatten die Mädchen und Jungen die Gelegenheit bekommen, sich bei Workshops dem Werkstoff Papier zu nähern.

Dieses Kooperationsprojekt des MKDW und der Rüm-Hart-Schule war dank der Unterstützung des Fördervereins der Schule möglich geworden und endete nun mit der Finissage von „Papermania“ für die jungen Akteure und deren Familien. Eingangs ebneten die Kinder im Saal von „Grethjens Gasthof“ auf musikalische Weise den Weg zum Thema der Präsentation. „Keiner gleicht dem anderen, jeder ist anders, und darin liegt die ganze Welt“ war der Tenor des Liedes, womit auch deutlich wurde, dass Papier nicht gleich Papier ist. Es kann hauchzart, leicht, steinhart oder scharf sein, und es ist im Alltag unverzichtbar. Dies machte die für die Öffentlichkeitsarbeit des Museums zuständige Dr. Christiane Morsbach bei der Begrüßung deutlich. „Papermania“ befasse sich mit dem Papier in der Kunst und zehn Künstler demonstrierten die Vielfalt dessen, was man mit diesem Material alles machen könne. Martina Nommsen habe als Abschluss ihres wissenschaftlichen Volontariats in Alkersum die Ausstellung zusammengestellt. Nicht nur sie sei darüber traurig, das „Papermania“ nun zu Ende gehe.

Für die Rüm-Hart-Schule dankte ihre stellvertretende Leiterin Rita Hinrichsen nicht nur dem Förderverein, sondern ganz besonders den Mitarbeitern des MKDW, dass den Kindern der Zugang zu dieser Kunst ermöglicht worden sei. Gemeinsam mit der Museumspädagogin Silvia Haumersen hatten die Schülerinnen und Schüler die Ausstellung besichtigt und sich mit den einzelnen Exponaten befasst, um anschließend selbst aktiv zu werden. „Es sind dabei grandiose Kunstwerke entstanden“, betonte Silvia Haumersen, die sich ganz begeistert über die Kreativität und Phantasie die Mädchen und Jungen zeigte.

Dann bekamen die Kinder das Wort, und sie führten die Erwachsenen durch „Papermania“, wobei sie die einzelnen Künstler und deren Werke vorstellten. Die Texte hatten sie im Schulunterricht erarbeitet und bei einer Generalprobe den Ablauf dieser Finissage festgelegt. Die Führungen endeten schließlich im Blauraum des Museums, wo eine Reihe der Arbeiten der Schülerinnen und Schüler bewundert werden konnten. Da der Raum aber nicht die Werke von 160 Kindern fassen konnte, war der größte Teil der Kunstwerke im Saal aufgebaut worden.

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