föhr-cup 2015 : Packende Manöver vor dem Strand

Die Veranstaltung übt auf Wassersportler aus ganz Deutschland eine magnetische Anziehungskraft aus.
Die Veranstaltung übt auf Wassersportler aus ganz Deutschland eine magnetische Anziehungskraft aus.

Bereits zum 35. Mal gehen die Windsurfer in diesem Jahr am Himmelfahrtstag in Nieblum an den Start.

shz.de von
11. Mai 2015, 14:00 Uhr

Wenn die Temperaturen nachts noch ordentlich in Richtung Gefrierpunkt sinken, ist das noch lange kein Grund, tagsüber nicht zu surfen. Das sehen auch die Windsurfer aus ganz Deutschland so, für die Föhr zu Himmelfahrt seit Jahren magnetische Anziehungskraft hat. Denn Himmelfahrt wird vor dem Nieblumer Surfstrand eine der traditionellsten Windsurf-Regatten Deutschlands ausgetragen: der „Föhr-Cup“ – in diesem Jahr schon zum 35. Mal.

Auch bei der diesjährigen Auflage des Himmelfahrtskommandos rechnet Cheforganisator Dirk Hückstädt vom Nieblumer Wassersportcenter mit packenden Rennen und spektakulären Manövern – wie schon in den vergangenen Jahren, in denen das Revier zwischen Nieblum und Wittdün immer wieder bewiesen hat, dass es seinen Ruf als Top-Spot zu Recht trägt.

Der erste Start der dreitägigen Regatta ist am Himmelfahrtstag, 14. Mai, für 9.45 Uhr geplant. Am Freitag schickt Regatta-Leiter Hückstädt die Sportler um 10.45 Uhr auf die Strecke. Dann geht es für eine Stunde ohne Pause über einen Slalomkurs – und wer nach 60 Minuten die Starttonne am häufigsten umrundet hat, kann sich schon mal drauf vorbereiten, bei der Siegerehrung nach drei Tagen einen ausgeben zu müssen. Wenn die Bedingungen stimmen, soll es im Anschluss an das Stundenrennen eine Catamaran-Wettfahrt geben.

Am Sonnabend, wenn es um die Gesamtwertung geht und die Cracks etwas wortkarger werden, wird erstmals um 11 Uhr gestartet. Alle hoffen auf gute Bedingungen. „Südwind wäre mal wieder klasse“, meint ein Geheimfavorit, der ungenannt bleiben will. „Da haben wir die Rennen parallel zum Strand, und dann kriegen auch die Zuschauer wieder richtig was zu sehen.“ Anders Dirk Hückstädt, der auf Wind aus West hofft. „Fünf Windstärken und strahlender Sonnenschein wären optimal“, so der Verantstalter. Hunderte kommen üblicherweise, um sich an den drei Regatta-Tagen durchpusten zu lassen und hinter oder vor der Düne zu chillen.

Der Föhr-Cup endet wie es sich gehört mit der Siegerehrung am späten Sonnabend, wobei es den mittlerweile historischen Cup für die schnellste gefahrene Runde gibt, weiteres Edelmetall für die heimischen Schrankwände werden in den Wertungsklassen Jugendliche, Erwachsene und Master (ab 40) verteilt. Während der Regatta-Tage ist am Strand für alles gesorgt: Tische, Bänke, Bier, Gegrilltes, Musik. Zeit zum Klönen und zum Zuschauen bringen die Gäste selbst mit.

Dieser Aspekt, das lockere Beisammensein, ist etwas Besonderes am Nieblumer Surfstrand. Es ist nicht nur die Regatta, die die Sportler auf die Insel und dorthin lockt. Es ist auch das Drumherum, das für viele Gäste vom Festland die alljährliche Himmelfahrts-Tour nach Föhr zu einem festen Eintrag im Terminkalender macht. Bereits seit 35 Jahren sorgt Familie Hückstädt für einen sportlichen und touristischen Höhepunkt in der Vorsaison. Sportler, Gäste und Gemeinde wissen dies zu schätzen, schon vor dem ersten Start.

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