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Baugrund für insulaner : Ortsbild trotz Neubauten erhalten

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe will die Gemeinde Nieblum mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Guatingwai zwischen Rundföhrstraße und Deelswai schlagen.

Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe will die Gemeinde mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Guatingwai zwischen Rundföhrstraße und Deelswai schlagen: Zum einen soll durch diesen Plan verhindert werden, dass noch mehr freie Flächen zugebaut werden, zum anderen konnte die Gemeinde eine Fläche erwerben, die sie Einheimischen in Erbpacht als günstiges Bauland zur Verfügung stellen wird. Insgesamt sechs Häuser – zwei Einzel- und zwei Doppelhäuser – mit Grundflächen von 95 bis 110 Quadratmetern sollen auf diesem Gelände entstehen – Grundstücke, die ausschließlich an Insulaner vergeben werden, die dort selbst wohnen werden.

Während die Gemeinde bei diesem Gelände über das Erbpacht-Modell sicherstellen will, dass diese Häuser nicht zu Zweitwohnungen und Spekulationsobjekten werden, wird der neue Bebauungsplan auf der anderen Straßenseite den Bau einiger frei finanzierter Häuser ermöglichen. Diese sollen auf dem Gelände entstehen, das durch die Aussiedlung des bis vor Kurzem dort gelegenen Bauernhofes an die Traumstraße frei wird. Dabei darf, so betonte Bauamtsmitarbeiter Daniel Meer in der Sitzung der Gemeindevertretung, das Gelände allerdings weniger dicht bebaut werden, als es das bisher durch die Hofgebäude war.

„Wir machen diesen Bebauungsplan, damit möglichst wenig gebaut wird“, gab Bürgermeister Friedrich Riewerts die Marschrichtung vor. Denn auch, wenn sich der Guatingwai durch die aktuelle Entwicklung verändern wird, soll durch den Plan sichergestellt werden, dass das Ortsbild erhalten bleibt und die dort vorhandenen Grundstücke nicht immer weiter zugebaut werden.

Aus diesem Grund lehnte die Gemeindevertretung den Antrag privater Eigentümer ab, eine weitere Fläche, die nicht nach den Kriterien der Gemeinde an Einheimische vergeben werden könnte, zu Bauland zu machen. Hier wurden die öffentlichen Belange eines sparsamen Umgangs mit dem raren Föhrer Boden höher gewichtet, als das Interesse privater Grundstückseigentümer.

Dies sah die Gemeindevertretung einstimmig so, die außerdem den Bebauungsplanentwurf absegnete und dessen öffentliche Auslegung beschloss.

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erstellt am 31.Jan.2014 | 09:00 Uhr

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