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Am wyker Gymnasium : Orientierungshilfe für die Schüler

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Studien- und Berufsberater geben wertvolle Tipps für die Zeit nach der Hochschulreife. Angebot in den Herbstferien stieß aber nur auf geringe Resonanz.

Es wird wohl ein einmaliger Versuch bleiben, ein Beratungsangebot für die Studien- und Berufswahl in die Herbstferien zu legen. Den hatte Michael Warnck, Berater für akademische Berufe der Arbeitsagentur Husum, gewagt und vier Schüler begrüßen können. „In Ordnung“ sei das Ergebnis, so Warnck, immerhin habe er sich mehr Zeit für die Einzelgespräche nehmen können. Und der Beratungsbedarf auf den Inseln sei erfahrungsgemäß ohnehin nicht so groß wie auf dem Festland.

1995 begann der Vater zweier Töchter, von Haus aus Bibliothekar, als Berufsberater in Dithmarschen. Seit 2011 betreut er die Oberstufen der Gymnasien auf Föhr und Sylt, in St. Peter-Ording und Husum. Das Angebot ist breit gefächert. Vorträge zu studienrelevanten Themen gehören ebenso dazu wie Beratungen im Mobilen Berufsinformationszentrum (BIZ-Mobil) und regelmäßige Schulsprechstunden, die den 50-Jährigen im Drei-Monats-Rhythmus auch nach Wyk führen.

„Was soll ich jetzt machen“ sei eine Frage, mit der er häufig von den Schülern konfrontiert werde, die klare Aussagen und eine Orientierung wollen. Verständlich vor dem Hintergrund, dass diese sich nach dem Abitur unter mehr als 10 000 Studiengängen das Richtige herauspicken müssen. Konkrete Vorstellungen würden bei den Schülern allerdings überwiegen. Die dem Studienbeginn vermehrt einen einjährigen Auslandsaufenthalt voranstellten, um die eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Nach dem freiwilligen sozialen Jahr werde dann ein Studium in Wohnortnähe bevorzugt. Den ersten Platz in der Beliebtheitsskala belege nach wie vor das Studienfach Betriebswirtschaftslehre, gefolgt vom Lehramts-, Technik-, Medizin-, Psychologie- und Jurastudium.

„Mit dem Abitur gibt es unendliche Möglichkeiten für die berufliche Karriere“, legt Warnck den Schülern ans Herz, eine professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. In einigen Fächern erreichen die Studienabbrüche die 50-Prozent-Marke, so der Studienberater, dies sei auch eine Folge mangelhafter Information im Vorfeld. Zudem sollten sich die Abiturienten rechtzeitig eine Alternative zum Wunsch-Studium überlegen.

Denn die Zahl der Uni-Absolventen ist so hoch wie nie. Nach dem Rekordwert von 2009, als sich mehr als 400 000 Personen an deutschen Hochschulen einschrieben, wird die Zahl der Studienanfänger weiter steigen. Ursache ist die Umstellung auf das achtjährige Gymnasium (G8) und die daraus resultierenden doppelten Abiturjahrgänge. Denn die G8-Abiturienten verlassen die Lehranstalten gemeinsam mit mit jenen Schülern, die ihr Abitur noch nach 13 Jahren (G9) machen. Die Umstellung erfolgt in den Bundesländern versetzt, Schleswig-Holstein ist 2016 dran.

Studienplätze sind deshalb gefragt wie nie und der Konkurrenzdruck ist groß. Doch nicht nur wegen des Ansturms auf die Hochschulen sollten sich die Abiturienten einen Plan B überlegen, so Michael Warnck, auch der Numerus Clausus sei eine häufig nicht zu überwindende Hürde.

 

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erstellt am 18.Okt.2013 | 10:00 Uhr

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