föhr und amrum : Ordnungsbehörde ist im Ernstfall Ansprechpartner

Wer bei Sturmflut auf der Fähre schlafen muss, kann versorgt werden.
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Wer bei Sturmflut auf der Fähre schlafen muss, kann versorgt werden.

In Ausnahmefällen, etwa wenn Urlauber auf Föhr stranden weil die Schiffe nicht mehr fahren, ist das Ordnungsamt im Wyker Amtsgebäude die richtige Anlaufstelle.

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12. Januar 2015, 13:30 Uhr

Die Sturmtiefs haben die Inseln weitestgehend verschont. Dass dies nicht so sein muss, hatten vor gut einem Jahr die Stürme Xaver und Christian gezeigt. In Ausnahmefällen, etwa wenn Urlauber auf Föhr stranden weil die Schiffe nicht mehr fahren, ist das Ordnungsamt im Wyker Amtsgebäude die richtige Anlaufstelle.

„Wir müssen dann sehen, dass wir für die Nacht eine Notlösung finden“, berichtet Ordnungsamtsleiter Jörg Michelsen, sei es in einer Pension, einem Hotel oder, in extremeren Fällen, in einer Turnhalle. Eingelagert sind für derartige Zwecke im Rahmen des Katastrophenschutzes Einmaldecken und Einmalkissen, auch als Ausrüstung, wenn etwa Menschen auf einer Fähre übernachten müssen. „Dafür sind wir als Ordnungsbehörde gewappnet.“ Ein Notplan, der noch nie greifen musste.

Angeschafft wurde das Equipement im Rahmen des abwehrenden Katastrophenschutzes für Sturmfluten. „Wir müssen ja auch damit rechnen, dass wir eventuell Aussiedlungshöfe evakuieren müssen oder Schäden an einer Jugendherberge oder einem Hotel auftreten. Aufgrund der Insellage könne man nicht auf Mittel des Bundes zurückgreifen, denn, so Michelsen, „wenn Fähren fahren und etwas bringen können, haben wir das Problem nicht, dass wir Leute versorgen müssen“. Eingelagert und einsatzbereit liegt die Notrausrüstung im Keller der Ordnungsbehörde; Gleiches gilt für Amrum.

Außerhalb der Öffnungszeiten können Betroffene auf die Notrufe 110 oder 112 zurückgreifen, betont Jörg Michelsen. Da man schon größenmäßig keine 24-Stunden-Rufbereitschaft vorhalten kann, wird die Gefahrenabwehr dann über die Polizei organisiert. „Für die Beamten bin ich immer erreichbar und es wäre nicht das erste Mal, dass ich abends oder nachts kontaktiert werde und wir gemeinsam Hilfe leisten.“

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