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125 Jahre wyker turnerbund : Optimal für den Breitensport

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Volleyball auf der Insel: Aus einer reinen Lehrermannschaft entwickelte sich über die Jahre eine Sparte des Wyker Turnerbundes. Die agierte zu Beginn der 1980-er Jahre im oberen Mittelfeld der Bezirksklasse Nord.

1972 war ein gutes Jahr für den Volleyball. Es war das Jahr der Olympischen Sommerspiele in München, in deren Folge es nicht nur der US-amerikanische Schwimmer Mark Spitz mit sieben Goldmedaillen zu ungeahnter Popularität bringen sollte, sondern auch das 1895 von dem Amerikaner William G. Morgan entwickelte Spiel mit Elementen aus dem Tennis und Handball.

1972 war auch das Jahr, in dem Detlef Rohwer auf Föhr eine Volleyball-Lehrermannschaft gründete. Kurz zuvor hatte er seinen Dienst am Wyker Gymnasium angetreten, wo er Sport und Englisch unterrichtete. „Kontakte auch jenseits des Spielfeldes halfen, ein soziales Gefüge zu entwickeln“, sei der Sport ein geeignetes Mittel für die Integration gewesen.

Trainiert wurde bis zur Fertigstellung des Schulzentrums in der Midlumer Sporthalle und das Team öffnete sich, als der erste Boom abflaute, auch für die übrigen Schulen. Nun wurden auch Grundkurse für Schüler angeboten, die das obere oder untere Zuspiel, das Blocken oder Baggern trainierten. Rund fünf Jahre sollte es dauern, bis 1977 die Sparte Volleyball unter dem Dach des Wyker Turnerbundes gegründet wurde. Ein logischer Schritt, denn das Rückschlagsspiel, so Rohwer, eignet sich optimal für den Breitensport.

Erwachsene und Jugendliche trainierten nun gemeinsam und zu Beginn der 1980-er Jahre nahm die Mannschaft am Spielbetrieb der Bezirksklasse Nord teil, wo sie sich im oberen Mittelfeld bewegte. „Es folgte ein Spielbetrieb auf höherem Niveau“, erinnert Rohwer, der mit der Schulmannschaft regelmäßig an Schulturnieren und bei Jugend trainiert für Olympia teilnahm.

Auch wenn die Mannschaft mittlerweile um Amrumer Akteure verstärkt war, sollte der sportliche Höhenflug ausbleiben: Zu viele Jugendliche verließen nach dem Ende ihrer Schulzeit die Insel. Aber nicht alle gingen weg und in den 1990-er Jahren bildete sich eine Mixed-Mannschaft, die an kleineren Turnieren in Nordfriesland teilnahm.

Mit dem Ruhestand im Jahr 2004 zog sich der Spartenleiter aus dem aktiven Übungsbetrieb zurück und der Volleyball auf der Insel verfiel für sechs Jahre in einen Dornröschenschlaf. Dank der Sportlehrerin Anke Gründler wird seit 2010 wieder trainiert, üben die Aktiven montags und donnerstags von 20 bis 22 Uhr in der Sporthalle am Schulzentrum die diversen Techniken am Netz.

Der Vater des insularen „Mintonette“ aber, so der ursprüngliche Name des Spiels, ist Detlef Rohwer. „Das soziale Miteinander“, antwortet der pensionierte Lehrer auf die Frage nach seinem persönlichen Spartenleiter-Highlight. „Und die sportlichen Erfolge mit der Schulmannschaft, als wir in Schleswig-Holstein gut dastanden für unsere kleine Schule.“

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erstellt am 30.Okt.2013 | 19:07 Uhr

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