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haushalt 2014 : Oldsum leidet unter großem Wegenetz

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Bürgermeister Hark Riewerts sprach von einem ehrlichen Haushalt 2014, der zwar nicht ausgeglichen sei, mit dem man sich aber auch nichts vormache.

Bürgermeister Hark Riewerts sprach von einem ehrlichen Haushalt 2014, der zwar nicht ausgeglichen sei, mit dem man sich aber auch nichts vormache.

Sehr viele Aufgaben hat die Gemeinde zu erfüllen, so das Dorfoberhaupt, die das größte Wegenetz der Insel zu unterhalten hat. Und mit der Toftumer Heide über Waldflächen verfügt, die bei den Stürmen „Christian“ und „Xaver“ erheblichen Schaden genommen haben und wo Aufforstungen und Sägearbeiten anstehen. All dies verursache Kosten, die sämtlich in den Haushalt eingeflossen seien, in dem nichts beschönigt worden sei.

Zuvor hatte Kämmerer Wolfgang Schulze den Gemeindevertretern das Zahlenwerk erläutert, das einen Fehlbetrag in Höhe von 77 000 (Vorjahr 64 600) Euro aufweist. Die Erklärung liefern wiederum die Abschreibungen, die seit Einführung der Doppik erwirtschaftet werden und als finanzielle Reserve für Neuanschaffungen dienen sollen. Oldsum, das wurde an diesem Abend klar, wird das angestrebte Ziel nicht erreichen, angesichts Abschreibungsverlusten in Höhe von 77 600 Euro.

Um 12 400 Euro schließt der Haushaltsplan im Vergleich zum Vorjahr schlechter ab. Die Begründung für diese Entwicklung lieferte der Kämmerer anhand einiger Zahlen. So profitiert die Gemeinde unter anderem von der Anhebung des Steuersatzes für Zweitwohnungen von zehn auf zwölf Prozent (10 000 Euro) und 9300 Euro allgemeine Zuweisungen spült der „kleine Finanzausgleich“ seitens des Kreises mit der hälftigen Weitergabe des Entlastungsbetrages aus der Grundsicherung durch den Bund in das Gemeindesäckel.

Aus der Rücklage im Gebührenbereich fließen Gelder in den Abwasserbereich. Der sich in Oldsum, obwohl im Kommunalabgabengesetz verlangt, nicht selbst trägt. Hier müsse mit Gebührenerhöhungen nachjustiert werden, so der Rat des Fachmannes.

Knapp 11 000 Euro beträgt die Mehrbelastung in der Unterhaltung des sonstigen unbeweglichen Vermögens (Straßen, Wege und Plätze sowie Wirtschaftswege). Hier will die Gemeinde reagieren, die im vergangenen Jahr bereits 40 000 Euro investierte. Verbranntes Geld, so Riewerts, denn der aktuelle Zustand der Wege gleiche dem des Vorjahres. Derzeit werde überlegt, einige Grandwege zu sperren und so Kosten zu sparen. Auf 12 500 Euro belaufen sich die Mehrbelastungen aus der Kreisumlage. Geschuldet, so Wolfgang Schulze, der hohen Finanzkraft der Gemeinde im Vorjahr.

Eine beruhigende Liquidität bescheinigte der Kämmerer der Gemeinde, die für das laufende Jahr für lediglich 18 500 Euro Investitionen plant. Priorität hat dabei die Umstellung auf die moderne LED-Beleuchtung. Noch ist nicht sicher, ob anfangs lediglich die Leuchtmittel oder in einem Zug gleich alle Laternen ausgetauscht werden. Mit der großen Lösung, so Riewerts, wäre das Problem für Jahre vom Tisch – ganz im Sinne der angestrebten Nachhaltigkeit.

Dazu passt auch, dass die Buswartehäuschen verschönert werden sollen. „Wir wollen den Touristen ein ansehnliches Dorf präsentieren“, berichtet Riewerts, dass sich ein leichter Rückgang bei den Gästen abzeichnet und diese Tendenz umgekehrt werden soll. Geplant ist zudem ein neues Baugebiet für Einheimische, energetisch und autark. Der Gemeinde schwebt ein Pilotprojekt vor, das in der Folge gefördert werden könnte.

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erstellt am 16.Feb.2014 | 14:01 Uhr

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