zur Navigation springen

Stammgast : Oevenum ist die zweite Heimat

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Erika Wilke kommt seit 50 Jahren mehrmals im Jahr nach Föhr. Sie übernachtet immer in „Krögers Dörpskrog“.

Erika Wilke sitzt auf der Bank auf dem Oevenumer Dorfplatz. Noch weiß sie nicht, dass sie gleich als langjährige Föhr-Urlauberin geehrt wird. Als Helene Kröger und Ellen Claußen mit Kaffee und Kuchen aus dem gegenüber liegenden „Dörpskrog“ kommen und Jochen Gemeinhardt, Geschäftsführer der Föhr Tourismus GmbH (FTG), sie freundlich begrüßt, ahnt sie vielleicht, dass sie gleich im Mittelpunkt stehen wird. Seit 50 Jahren kommt die 86-Jährige aus Hamburg in „Krögers Dörpskrog“. Bürgermeisterin Gisela Riemann hatte von diesem besonderen Jubiläum erfahren und kurzerhand gemeinsam mit Jochen Gemeinhardt die Ehrung organisiert. Vom FTG-Geschäftsführer erhält Erika Wilke eine Urkunde, eine Anstecknadel sowie einen Bildband von Föhr, Bürgermeisterin Riemann überreicht ihr die Oevenumer Chronik.

Sogar weitaus häufiger als 50 Mal war Erika Wilke Gast auf der Insel, denn neben dem alljährlichen Sommerurlaub Ende Juli ist sie auch regelmäßig im Herbst und ein paar Tage nach Weihnachten auf Föhr. Ihr Ehemann Heinz, der regelmäßig dienstlich für die Gema nach Föhr reiste, nahm sie bei seinem zweiten Besuch mit. Schon damals, vor 50 Jahren, wohnten sie im „Dörpskrog“. Während Heinz Wilke arbeitete, vergnügten sich Frau und Tochter am Strand. Auch nachdem Heinz Wilke vor 25 Jahren verstarb, reiste Erika Wilke weiterhin nach Föhr.

Ihre Tochter Christa Stoffel ist quasi auf Föhr groß geworden und konnte auch ihren Mann Manfred anstecken. Ihn lockte sie mit der Aussicht aufs Surfen auf die Insel. Obwohl im ersten Urlaub dann gar kein Lüftchen wehte und von Surfen keine Rede sein konnte, kommt das Ehepaar Stoffel gemeinsam mit Erika Wilke jedes Jahr auf die Insel. Für alle ist Oevenum und insbesondere der „Döpskrog“ eine zweite Heimat geworden. Nicht zuletzt das wunderbare Essen – Manfred Stoffel erinnert sich noch gerne an das legendäre und leckere Schniposa (Schnitzel mit Pommes und Salat) – sondern eben auch die familiäre Atmosphäre lassen Erika Wilke schwärmen.

Die beiden Wirtinnen, früher Helene Kröger, heute Ellen Claußen, geben der Hamburger Familie immer ein Gefühl von Zuhause. Aber einen Gegenbesuch in der Großstadt hat zumindest Helene Kröger noch nicht geschafft.

zur Startseite

von
erstellt am 12.Aug.2015 | 16:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen