Siele in Wittdün : Oberflächenwasser kann nicht abfließen

Auf Radfahrer und Fußgänger muss bei den Arbeiten stets geachtet werden.
Auf Radfahrer und Fußgänger muss bei den Arbeiten stets geachtet werden.

Regelmäßige Pflege ist Pflicht für die Amrumer Gräben. Deshalb vereinbarte die Gemeinde Wittdün einen „Dauerauftrag“.

shz.de von
21. Mai 2015, 13:45 Uhr

„Wir haben einen Wartungsauftrag zur regelmäßigen Ausbaggerung der Entwässerungsgräben mit einem Amrumer Unternehmen vereinbart“, erklärt Wittdüns Bürgermeister Jürgen Jungclaus die derzeit zu beobachtenden Aktivitäten zur Erhaltung der Siele. Die weitverzweigten Gräben leiten das Oberflächenwasser in der Marsch oberirdisch ab und führen es über Sieltore in die Nordsee ab. Dies alles funktioniert nur, wenn die Gräben gepflegt sind und das Wasser so im natürlichen Gefälle abfließen kann.

„Eigentlich müsste man auf der Marschseite eine Spur von den dort wachsenden Bäumen freimachen, um so besser und gefahrloser die Gräben ausbaggern zu können“, erläutert der beauftragte Unternehmer, während er mit wachsamen Augen die zahlreichen Fußgänger und Fahrradfahrer auf dem stark frequentierten Weg im Blick haben muss. Es ist zu erkennen, dass sich Pflanzen und Bäume sichtlich wohl fühlen. Der Graben, der 2012 entlang des Fahrradweges „gereinigt“ worden war, ist extrem zugewuchert.

„Die Gräben waren so zugeschlammt, dass kaum noch Wasser darin floss“, berichtet der Norddorfer Unternehmer. Erst nachdem der Eintrag aus Sand, Blättern und anderen Sedimenten herausgebaggert wurde, sei das Oberflächenwasser regelrecht eingeschossen.

Die Gräben von der Kläranlage bis hin zum Fahrradweg und von dort bis zum erkennbaren Ende des Siels in Richtung Wittdün und bis zum Ortseingang übernehmen einen großen Teil der Entwässerungsaufgabe. In dem System gibt es bisher allerdings noch eine Schwachstelle, die es kurzfristig abzubauen gilt. Das Wasser muss aus Richtung Zentrum im Bereich an der Kreuzung zum Seezeichenhafen ein Ablaufrohr unter der Zufahrtsstraße zum Seezeichenhafen durchfließen. Das Rohr liegt allerdings viel zu hoch und wirkt wie eine Staustufe, so dass sich eingespülter Sand ansammelt. „Das Tiefbauunternehmen ist bereits beauftragt, hat aber derzeit keine Kapazitäten für die Ausführung frei“, beschreibt der Leiter des Bauhofes der Amrum-Touristik Wittdün, Hans Uwe Kümmel, die Situation.

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