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Mitten in Wyk : Oase an der Mühle feiert Jubiläum

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Einst Tennis- und dann Fußballplatz: Heute dient das vor zehn Jahren realisierte Parkgelände vielen Insulanern und Gästen als Rückzugsort.

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2015 | 17:00 Uhr

Manche mögen sich noch an einen Tennisplatz erinnern, vor allem Kinder nutzten später die Wiese an der Mühle zum Fußball spielen. Doch genau diese Wiese war vielen Wykern ein Dorn im Auge. Die Stadt überlegte, es für Grundstücke zu nutzen, also Häuser zu bauen. Eine Idee, die keine Mehrheit fand: Die kleine Oase im Herzen der Stadt sollte bewahrt werden, fanden viele Menschen.

Zu diesen zählte auch Hermann Hinsberger. Er wollte dieses einzige große verbliebene Grundstück in Wyk in einen Park verwandeln. Allein war dies jedoch nicht zu realisieren, weshalb er den Verein „Föhrer Impulse“ ins Leben rief. Zusammen mit Unterstützern machte er sich an die Planung. Bis zur Realisierung sollte es jedoch noch einige Zeit dauern.

„Unser Projekt steckte ein bisschen im Sumpf der deutschen Bürokratie fest. Bis alle nötigen Gutachten und Dokumente vorlagen, vergingen Jahre. Irgendwann wurde uns das Warten zu bunt und wir haben auf eigene Faust angefangen zu bauen“, erinnert sich Hinsberger an die Entstehung des Parks. Eine Idee, die anfangs belächelt worden sei. „Viele haben geglaubt, dass wir damit in vier Jahren noch nicht fertig sind“, so Hinsberger. „Alle staunten, als wir dann nach einigen Monaten fertig waren und unseren Park an der Mühle präsentierten.“

Finanziert wurde der Park zu großen Teilen aus Spenden. 40  000 Euro wurden gesammelt, mit denen das Projekt unterstützt wurde. Außerdem habe die Wyker Dampfschiffs-Reederei kostenlos Material und Gerätschaften transportiert und so ebenfalls einen Anteil an der schnellen Umsetzung der Pläne gehabt.

Ein großer Teil der Unterstützung kam jedoch aus Kiel. Da das Projekt den besonderen Regeln der Geomantie folgte, gab es aus der Landeshauptstadt 80  000 Euro Fördergelder für besonders kreative Planung. Da jedoch nur 60  000 Euro benötigt wurden, schickten die Initiatoren die restlichen Gelder zurück.

Am 15. September 2005 war es dann endlich soweit: Der Park wurde als grüne Oase im Herzen der Stadt eingeweiht. Anlass genug für den Verein „Föhrer Impule“, das Jubiläum rund zehn Jahre nach der Eröffnung zu feiern. Für die Verpflegung war gesorgt und Hermann Hinsberger selbst trug mit Führungen zur Unterhaltung bei und erklärte den interessierten Gästen den Aufbau des Parks.

Dabei war der Jubilar gut besucht, mehr als 50 Gäste waren gekommen, um Hinsberger und seinen Unterstützern zu dem Erfolg zu gratulieren. Und dass das Ganze ein Erfolg ist, lasse sich an den Besucherzahlen ablesen, so Hinsberger: „Der Park wird sehr gut angenommen, vor allem als Rückzugsort. Das sehen wir auch an den Spenden, die der Verein bekommt.“

Auch künftig wird sich die Anlage weiterentwickeln. Geplant ist der Aus- und Umbau des Pavillons, der früher als Tennisheim diente, derzeit als Abstellraum dient und in einem desolaten Zustand ist. Geplant ist eine Art Kleinkunst-Kulturtreff, der auch eine Bühne für Auftritte enthalten soll. Zudem wird man dort auch Feste wie Hochzeiten oder Geburtstage feiern können.

Auch zehn Jahre nach der Eröffnung ist der Park also noch nicht fertig. Und wenn man sich das Engagement des Vereins „Föhrer Impulse“ anschaut, wird es wohl auch noch beim Jubiläum zum 20-jährigen Bestehen Veränderungen geben.

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