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zukunfts-konferenz : Nur mit großer Vorsicht operieren

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Der Tourismus auf Föhr stand als zentrale Lebensader der Insel im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung im Wyker Kurgartensaal. Ziel war es, auch die touristischen Leistungsträger mit ins Boot zu holen.

Wie geht es weiter mit dem Tourismus auf Föhr? Nun, da die Kündigungen der Verträge durch die Stadt Wyk zumindest vorläufig vom Tisch sind, kann wieder gesamtinsular gedacht werden. Zu einer Zukunftskonferenz hatte Armin Korok, Geschäftsführer der Föhr Tourismus GmbH (FTG) geladen. Eine Informationsveranstaltung unter dem Titel „Zukunft Föhr 2015 – und weiter“, die auch die touristischen Leistungsträger mit ins Boot holen sollte. Jahrelang habe sich die FTG aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zwischen den Gesellschaftern mit sich selbst beschäftigen müssen, betonte Korok in seiner Begrüßung, nun gelte es, für den Tourismus auf Föhr zeitnah eine dauerhaft tragfähige Organisationsform und Finanzierung zu entwickeln.

Für die Moderation war Cornelius Obier gewonnen worden. Der Geschäftsführer der Firma „Project M“ war bereits 2008 an der Erstellung des Tourismuskonzeptes beteiligt und leitet derzeit die Moderationsgespräche mit der Stadt Wyk und den Landgemeinden. Der Fachmann gab eine Bestandsaufnahme der touristischen Situation auf Föhr und bat die zahlreich erschienenen Zuhörer um Vorschläge, die in die weitere Diskussionen einfließen sollen.

Und Anregungen, auch von Amtsvorsteherin Heidi Braun mit Inbrunst eingefordert, kamen aus dem Auditorium. Zum Thema Kurkarte etwa, deren Einzug vereinfacht werden solle, und einheitlichen Kurabgabesätzen. Mehr Transparenz darüber, wohin welche Gelder wofür bei der FTG fließen, wurde eingefordert und Kritik am öffentlichen Nahverkehr auf der Insel wurde mehr als einmal laut. Der habe sich in den vergangenen Jahren katastrophal entwickelt und die Fahrradmitnahme, vor Jahren eingestellt, werde auf der Insel noch immer schmerzlich vermisst.

Gemeinsam an einem Strang zu ziehen, dazu rief Obier auf. Die Strukturen im Hintergrund seien dem Gast egal, den einzig das Produkt Föhr interessiere. „Der Tourismus ist die zentrale Lebensader der Insel, an der Operationen nur mit größter Vorsicht vorgenommen werden sollten.“ Weshalb mit der Veränderung, dem Zerschlagen oder der Neuaufstellung von Strukturen höchste Vorsicht geboten sei. Die Entwicklung zeige, bezogen auf die Übernachtungszahlen, drei gute Jahre, denen drei durchwachsene folgten. Mit dem Jahr 2012, in dem die Strukturprobleme und die ausgebliebene Marketingkampagne in den Nachfragezahlen bereits erkennbar seien.

Georg Volta, Vorstandsmitglied der Föhr-Amrumer Bank, appellierte an den gesunden Verstand vernunftbegabter Menschen, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein und die Kleinlichkeiten endlich zu beenden. Eine Lanze für die FTG brach Kurt Rascher. Korok habe es fertiggebracht, die Kontrahenten unter einen Hut zu bringen. Zwar sei die GmbH ein wackeliges Konstrukt, aber es sei bemerkenswert, dass die Föhrer Gemeinden überhaupt zusammengekommen seien. „Wir Vermieter sind schon viel weiter als unsere Kommunalpolitiker“, drückte Rascher sein Unverständnis über die Absicht aus, „den ganzen Kram zu zerschlagen“. Sein Appell: „Einschließen, die ganze Bande, und zu einem Ergebnis kommen lassen“.

Nur durch Kritik könne man besser werden, betonte Armin Korok zum Abschluss der Veranstaltung. Der weitere folgen werden, interaktiv und mit Arbeitsgruppen bestückt, um die touristischen Leistungsträger noch weiter einzubinden.

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erstellt am 04.Okt.2013 | 08:00 Uhr

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