zur Navigation springen

In Wyk : Nur 25 Prozent kommen mit dem Auto

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Laut eines Stellplatznachweises reichen die vorhandenen Parkplätze für die Patienten und Mitarbeiter der Klinik „Sonneneck“ aus.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2017 | 12:30 Uhr

Kurzfristig müssen die Balkone an der Südfront der Klinik „Sonneneck“ saniert werden. Nicht die einzige Änderung, die für die Fachklinik in der Osterstraße ansteht, weshalb es im Hinblick auf die geplante Erweiterung für zwei Vorhaben einen gemeinsamen Bebauungsplan (B-Plan) geben soll.

Die Klinik plant eine Vergrößerung der Zimmer und Bettenanzahl. Um weiter als Rehaklinik bestehen zu können, muss sie auch Einzelzimmer anbieten. Die erhöhte Bettenanzahl setzt allerdings auch einen höheren Bedarf an Parkplätzen voraus.

Dem Bauausschuss lag vor diesem Hintergrund in der jüngsten Sitzung ein Stellplatznachweis vor, den die Vorhabenträger führen müssen, um eine Genehmigung zu bekommen. Laut dieses Nachweises sind in den Jahren 2015 und 2016 nur 25 Prozent der Patienten mit dem Auto angereist. „Das Klientel – Menschen in der Reha-Nachsorge – fährt in der Regel selten selbst Auto“, erklärte die Vorsitzende des Ausschusses, Dr. Silke Ofterdinger-Daegel. „Viele kommen direkt nach einer Chemotherapie oder Operation auf die Insel.“

Bei momentan 115 Betten der Klinik „Sonneneck“ reichten demnach 29 Stellplätze aus, wenn nur jeder vierte Patient mit dem Auto kommt. Wenn die Bettenzahl auf 150 erweitert wird, muss die Klinik insgesamt 38 Stellplätze zur Verfügung stellen.

Geplant ist, in einer Tiefgarage in der Osterstraße 28 Stellplätze zur Verfügung zu stellen. Auf einer Hoffläche sind bereits vier weitere Plätze vorhanden. Zudem gibt es bereits weitere 14 Stellplätze in der Waldstraße. Wonach man abschließend insgesamt auf eine Anzahl von 46 Stellplätzen kommt. „Da die Fläche in der Waldstraße bisher nicht in das B-Plan-Gebiet mit eingezogen wurde, konnte der Plan noch nicht weiter in die Stadtvertretung gegeben werden“, so Ofterdinger-Daegel.

Der Nachweis sorgte für Diskussionen im Ausschuss. Es wurde überlegt, ob die Anzahl der Auto fahrenden Patienten in Zukunft ansteige, da auch immer mehr Kurzurlauber mit ihrem PKW kämen. Andere Gremiums-Mitglieder wollen beobachtet haben, dass viele Gäste mit Zug und Fähre anreisen. Bei der Ankunft der Fähren stünden bereits Busse der Klinik am Fähranleger bereit, um die Patienten zur Klinik zu fahren. Die vorhandenen Stellplätze würden zurzeit noch nicht mal vollständig genutzt. „Die Klinik ist ein wichtiger Arbeitgeber. Wir können ihnen nicht nur Steine in den Weg legen“, gab der Bürgermeister hingegen zu bedenken.

Am Ende wurde die vorgerechnete Anzahl der Stellplätze einstimmig abgesegnet. Die Abstimmung erfolgte unter dem Vorbehalt, wenn sich die Stellplatzsituation ändert, muss der Vorhabenträger diese nachbessern. „Wenn doch mehr Patienten mit dem Auto kommen, muss die Klinik für genügend Plätze sorgen“, erklärte Ofterdinger-Daegel.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen