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Zu den Inseln : „Norderaue“ fährt in der Norderaue

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Wyker Dampfschiffs-Reederei gibt den Namen ihrer neuen Fähre bekannt. Die Taufe soll am 30. Dezember stattfinden.

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erstellt am 09.Okt.2017 | 11:00 Uhr

Die neue Fähre der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR), die derzeit auf der Rostocker Neptun-Werft gebaut wird, wird „Norderaue“ heißen – ein Name, der bei der WDR-Flotte zum ersten Mal vergeben wird. Das gab Reederei-Chef Axel Meynköhn am Wochenende bekannt.

Damit bricht die WDR mit einer alten Tradition, nach der Schiffsnamen immer wieder „vererbt“ werden. So ist die „Nordfriesland“ bereits die sechste Fähre ihres Namens, die „Uthlande“ die fünfte und die „Schleswig-Holstein“ die vierte. Doch die „Rungholt“ wird ihren Namen nicht an ihre Nachfolgerin weiter geben. „Es gibt keinen engeren historischen oder geografischen Bezug zwischen unserem Fahrtgebiet und der südlich von Pellworm gelegenen, untergegangenen Stadt Rungholt“, begründet Meynköhn diese Entscheidung. Der Name „Norderaue“ dagegen bezeichne den Wattstrom im nordfriesischen Wattenmeer, auf dem die Schiffe der WDR Tag für Tag ihren Dienst verrichten.

„Wir sind aus diesem Grund gerne dem Vorschlag von Kapitän Johann Hellmann gefolgt und haben uns für diesen Namen für das jüngste Schiff unser Flotte entschieden“, so Meynköhn. „Wir haben bei jedem Neubau zur Diskussion gestellt, ob wir einen neuen Namen vergeben sollen“, berichtet der Reederei-Chef weiter, doch erst beim Nachfolger der „Rungholt“ habe es Alternativ-Vorschläge gegeben.

Bereits Ende August hatte Meynköhn, wie er gestern berichtete, den neuen Namen in einer nichtöffentlichen Gesellschafterversammlung  vorgestellt.  Öffentlich machen wollte er ihn eigentlich erst zur Schiffstaufe.  Doch  dann wurde die  „Norderaue“ von Insulanern im Rostocker Hafen entdeckt –  das Geheimnis war keines mehr.

Nicht nur der Name des neuen Schiffes ist schon zu sehen, der Seitenstreifen hat auch schon seine endgültige Farbe. Und bei der setzt die WDR wieder auf Tradition: Nach der roten „Uthlande“ und der blauen „Schleswig-Holstein“ ist die Farbe des Seitenstreifens der „Norderaue“ vertraut von ungezählten Vorgängerschiffen: Anthrazit.

Wenn alles glatt geht, wird es wohl nur noch gut zwei Monate dauern, bis der Neubau in seinem Heimathafen bewundert werden kann. „Nach derzeitigem Baufortschritt wird das Schiff am Sonnabend, 30. Dezember, im Wyker Hafen getauft“, kündigt Meynköhn an. Dies würde bedeuten, dass die „Norderaue“ zwei Monate früher als vertraglich vereinbart, von der Neptun-Werft abgeliefert wird. Ein Termin, den Meynköhn deshalb gerne halten würde, weil um den Jahreswechsel viele Gäste auf der Insel sind. Für die, das hat die Taufe der Schleswig-Holstein am 30. Dezember 2011 gezeigt, ist so eine Schiffstaufe eine große Attraktion. „Doch wenn es nicht klappt, dann kommt die ‚Noderaue‘ halt im Januar“, bleibt Meynköhn gelassen.

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