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Insel-Bote

23. Oktober 2017 | 10:28 Uhr

Ausstellung : Norddeutsche Landschaften

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Das Wyker Friesenmuseum zeigt Bilder aus der NDR-Sammlung. Darunter auch ein Werk, das auf Föhr entstanden ist.

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2014 | 09:45 Uhr

Bilder norddeutscher Realisten stellte das Friesenmuseum bereits vor zwei Jahren aus. Nun kehrten einige dieser Maler in einem anderen Zusammenhang wieder auf die Insel zurück. Unter der Überschrift „Weite und Licht“ präsentiert der Norddeutsche Rundfunk (NDR) in einer Wanderausstellung Bilder aus seiner Kunstsammlung. 50 Arbeiten, die norddeutsche Landschaften zum Thema haben, werden in Wyk gezeigt. Bis zum 31. August sind die Werke, die die norddeutsche Kunstgeschichte der vergangenen etwa 120 Jahre repräsentieren, im Friesenmuseum während der normalen Öffnungszeiten zu sehen.

Alle Formate, Stilrichtungen und Techniken sind vertreten und sie reflektieren die Auseinandersetzung der Künstler mit der Landschaft. Von Paula Modersohn-Becker über Erich Heckel bis hin zu Günter Grass und dem Amrumer Künstler Kai Quedens reicht das Spektrum der Kunstschaffenden, die, so die Museumsleiterin Jutta Kollbaum-Weber, einen Beitrag zur Identität des Nordens leisten.

Ein Werk in der NDR-Ausstellung beschäftigt die Museumsleiterin ganz besonders. „Wir haben hier ein Bild von Conrad Felixmüller hängen, das vor etwa 50 Jahren entstand und einen Weg in Oldsum zeigt“, berichtet sie. Bisher sei es noch nicht gelungen, diesen Ort zu lokalisieren. „Vielleicht kann ja ein Besucher unserer Ausstellung das Wege-Rätsel lösen“, hofft Jutta Kollbaum-Weber.

Die Ausstellung des NDR entstand eher zufällig, ist von Hanno Hötsch, dem Leiter des Studio Heide, zu erfahren. Im Zuge des Aufbaus des NDR, der aus dem NWDR hervorging, gab es mehrere Chefbüros, deren Nutzer Bilder an der Wand haben wollten. Da Drucke nicht in Frage kamen, wurden Arbeiten aus der Region gekauft. Die Chefs gingen, aber die Kunstwerke blieben und Mitte der 1990-er Jahre entdeckte man, welche Schätze im Keller des Senders lagen.

Als ehrenamtlicher Kunstbeauftragter des NDR nahm sich dann Professor Rudolf Großkopff der Sammlung an, in der insgesamt 100 Künstler mit 130 Bildern vertreten sind. Großkopff konzipierte auch die Präsentation „Weite und Licht“, auf die NDR-Intendant Lutz Marmor etwas stolz ist, wir dabei doch deutlich, „dass der Sender seinen Kulturauftrag über die Radio- und Fernsehprogramme hinaus ernst nimmt“.

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