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föhr: viele aktionen : Nötige Überzeugungsarbeit

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Schon länger hat die Inselgruppe Föhr-Amrum des BUND dem Plastikmüll den Kampf angesagt. „Tasche statt Tüte“ heißt eine der Aktionen, für deren Umsetzung die insularen Einzelhändler mit ins Boot geholt werden sollen.

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erstellt am 29.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Schon länger hat die Inselgruppe Föhr-Amrum des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) dem Plastikmüll den Kampf angesagt. „Tasche statt Tüte“ heißt eine der Aktionen, für deren Umsetzung BUND-Mitarbeiterin Angela Ottmann in den vergangenen Monaten den Kontakt zu den insularen Einzelhändlern herstellte. Gemeinsam wurde eine Tasche als Alternative zur Plastiktüte entwickelt – eine Bio-Baumwolltasche mit eigens entworfenem Logo. Für zehn Cent allerdings wird die umweltfreundliche Lösung nicht zu haben sein: „Der Preis, den wir bei einer größeren Abnahmemenge erreichen können, liegt bei einem Euro“, erläuterte Ottmann.

Eine Image-Kampagne, die mit einem Flyer unterstützt wird und die Insulaner überzeugen soll – nicht zuletzt mit der Aktion „Plastiktütenfreier Tag“ an jedem ersten Montag eines Monats. „Wir haben nicht die Erwartung, dass sich Föhr von heute auf morgen zu einer Insel zurückentwickelt, auf der es nur noch Stofftaschen gibt“, weiß Annemarie Lübcke, Vorsitzende der BUND-Inselgruppe, dass mühsame Überzeugungsarbeit angesagt ist. Vor allem bei den Geschäftsleuten, denn „das Bewusstsein der Einheimischen ist schon da“, berichtet Lübcke von positiven Reaktionen.

Ebenfalls ganz oben auf der Liste des BUND: das Thema Klima- und Naturschutz. Ein Bereich, den Maxi Huth bearbeitet, die sich auf die Suche nach Alternativen für Artikel begab, die derzeit in Plastik vertrieben werden. Viele Unternehmen, so Huth, hätten sich bereits auf nachhaltige und plastikfreie Verpackungen spezialisiert. So gebe es mittlerweile ein umweltfreundliches Coffee-to-go-set aus natürlichen Stoffen oder Einmalgeschirr aus nachwachsenden Rohstoffen – biologisch abbaubar und kompostierbar. Alles etwas teurer, man muss mehr investieren, „aber es dient der Natur“, so Huth.

Zu diesem Thema veranstaltet die Inselgruppe am 18. November ein Symposium, auf dem der BUND erste Ergebnisse und Experten Beispiele vorstellen werden. Insulare Einzelhändler sollen ebenso vertreten sein wie Vertreter aus der Politik und, so hofft Annemarie Lübcke, aus Modellregionen, in denen man mit der Umsetzung umweltfreundlicher Alternativen zu Plastikartikeln bereits weiter ist.

In der Schweiz etwa bieten erste Unternehmen wiederbefüllbare Kaffeecher an. Das Gefäß ist einmal zu erwerben, der Kaffee in der Folge zehn bis 15 Cent biliger. Ein Trend, dessen Umsetzung sich die Bund-Mitarbeiterinnen auch auf Föhr vorstellen können.

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