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Eilin-Feer-Skuul : Nicht nur Baguette und Paris

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Frankreich hat mehr zu bieten: Das erfuhren die Schüler von Delphine Malosse, die mit dem France-Mobil die Insel besuchte.

Es ist das typische Bild, das man von Frankreich in der Welt hat: Baguette, Paris und guter Wein. Doch Frankreich hat weit mehr zu bieten. Um dies zu zeigen, besuchte Delphine Malosse, eine 28-jährige Französin aus Montpellier und Lektorin des „France-Mobil“, die Eilun-Feer-Skuul.

In den sechsten und siebten Klassen sprach sie mit den Kindern Französisch und brachte ihnen erste Brocken der Sprache bei. „Was redet die denn da?“ war oftmals die Rückmeldung auf die einfache Frage: „Tu t’appelles comment?“ – „Wie heißt du?“. Der große Aha-Effekt kam, als die Lektorin sich selbst vorstellte. Dann waren die Schüler an der Reihe, die sich spielerisch auf Französisch vorstellten und erste Wörter lernten. Meist solche, die den deutschen Pendants ähnlich sind, wie zum Beispiel Film oder Aquarium. Und um diese ersten Vokabeln zu festigen, wurden diese danach pantomimisch vorgestellt. Es wurde viel gelacht, vor allem die Motorengeräusche des Busses waren ein Highlight.

Im Anschluss wurde die französische Welt entdeckt. Wo kommt die Sprache überhaupt vor? In Frankreich, natürlich, und auch die Schweiz und Marokko wurden relativ schnell herausgefunden. Doch Kanada, Luxemburg und Belgien? Da musste von der 28-Jährigen etwas nachgeholfen werden. Und das waren nur einige Beispiele, wie die Schüler auf der Weltkarte die französischsprachigen Länder entdeckten. „In Afrika kann man auch Französisch sprechen“, lautete die überraschende Erkenntnis. Abschließend wurden noch Fragen gestellt. Viele waren seitens der Schüler allerdings nicht mehr offen geblieben. Die Kurzumfrage von Delphine Malosse, welcher der Schüler sich vorstellen könnte, Französisch als zweite Fremdsprache zu wählen, war dann recht erfolgreich.

Seit September reist die Lektorin aus Montpellier schon durch den Norden Deutschlands und spricht mit Schülern über ihr Heimatland. Das Projekt „France-Mobil“ gibt es bereits seit 2002, das vor allem von der deutsch-französischen Zusammenarbeit in Sachen Kultur und Bildung profitiert. Gesponsert wird es von einem bekannten französischen Autobauer, der auch die Fahrzeuge, mit denen die sogenannten Lektoren durch Deutschland und Frankreich touren, zur Verfügung stellt.

Malosse, die seit sieben Jahren Deutsch spricht, findet es gut, dass die Schüler mehr über Frankreich wissen: „Es ist mir wichtig, mit Vorurteilen aufzuräumen, damit wir weiterhin so gut zusammenleben können.“, sagt sie. Und Katrin Wiese, Fachleiterin für Französisch an der Eilun-Feer-Skuul und Organisatorin des Treffens, betont: „Es ist für die Schüler interessanter, wenn das eine junge Person macht, als wenn ich selbst vor ihnen stehe.“ Zum dritten Mal war das „France-Mobil“ schon auf Föhr. Insgesamt haben durch die Aktion bereits fast 950  000 deutsche Schüler gelernt, dass Frankreich weit mehr zu bieten hat als Baguette, Paris und Wein.

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