erleichterung auf amrum : Neues Zeitalter für die Brandschützer

Zimmermeister Olaf Isemann hielt den traditionellen Richtspruch.
Zimmermeister Olaf Isemann hielt den traditionellen Richtspruch.

Nach vielen Verzögerungen wurde das lang ersehnte Richtfest des Norddorfer Feuerwehrgerätehauses gefeiert. Zimmermeister Olaf Isemann verkündete vom Dachstuhl des Anbaus des Feuerwehrgerätehauses in Norddorf seinen Richtspruch.

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17. Juli 2014, 08:00 Uhr

Endlich war es soweit: Zimmermeister Olaf Isemann konnte vom Dachstuhl des Anbaus des Feuerwehrgerätehauses in Norddorf seinen Richtspruch verkünden. Ein Brauchtum, bei dem unter anderem Gottes Schutz einworben und das handwerkliche Geschick der Beteiligten hervorgehoben wird. Mit diesem Bau bricht ein neues Zeitalter bei der Norddorfer Feuerwehr an. Mit einer Investition von rund 250 000 Euro entsteht eine Erweiterung, die zwei Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge bietet. Dadurch wird in dem Bereich der bisherigen Fahrzeughalle ausreichend Freiraum für die Unterbringung der umfangreichen Gerätschaften und persönlichen Schutzausrüstungen zur Verfügung stehen.

Diverse Umstände hatten mehrfach den Baubeginn verzögert und den Kameraden der Gemeindefeuerwehr Geduld abverlangt. Für die Bürgermeister Peter Koßmann den Einsatzkräften ausdrücklich dankte. Koßmann verdeutlichte, dass die 250 000 Euro für das Gebäude und die 240 000 Euro teure Neuanschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges für den Gemeindehaushalt eine durchaus schmerzliche Ausgabe darstellen. Allerdings mache die Insellage eine gute Aufstellung der Feuerwehren notwendig. „Die im vergangenen Jahr erlebten Naturereignisse haben verdeutlicht, dass die freiwilligen Feuerwehren unser wichtigstes Instrument zur Bewältigung von Katastrophen sind“, so Koßmann überzeugt.

Insbesondere beim Anlegen der Schutzausrüstung waren die gesetzlich vorgegebenen Freiräume und Mindestabstände zu den ausfahrenden Einsatzfahrzeugen nicht gegeben und machten im Zusammenhang mit einer anstehenden Fahrzeugneubeschaffung eine Baumaßnahme unumgänglich. „Mit dem Neubau kann diese Unfallquelle glücklicherweise zu den Akten gelegt werden“, hatte Gemeindewehrführer Andreas Knauer die Notwendigkeit bereits bei der Vorplanung verdeutlicht.

Mit dem Beschluss, das Gerätehaus um eine Grundfläche von 151 Quadratmetern zu erweitern und somit Platz für zwei Stellplätze mit den erforderlichen Sicherheitsabständen zu gewinnen, hatte bereits die Gemeindevertretung der vergangenen Wahlperiode die Anschaffung eines neuen Löschgruppenfahrzeuges abgesegnet. Damit soll der erste Schritt zur Anpassung des Fahrzeugbestandes an die heutigen Anforderungen des Brandschutzes vollzogen werden.

„Das aktuell zu ersetzende Tanklöschfahrzeug stammt aus dem Jahr 1981 und für das Löschgruppenfahrzeug (Baujahr 1985) haben wir ebenfalls Erneuerungsbedarf bei der für die Vorhaltung des Brandschutzes verantwortlichen Gemeindevertretung beantragt“, erklärte Andreas Knauer.

Architekt Peter Heck-Schau sieht in Anbetracht der noch anstehenden Arbeiten am Gerätehaus die Fertigstellung im Oktober als realistisch an. „Die Außenarbeiten werden von den Mitgliedern der Norddorfer Feuerwehr in Eigenleistung erledigt“, so Heck-Schau.

Auf Anfrage beim Amt Föhr-Amrum, wo die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen für Föhr und Amrum koordiniert wird, war zu erfahren, dass der Bescheid zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn für das Norddorfer Fahrzeug eingegangen ist. „Wenn ich behaupte, dass das Fahrzeug nicht mehr in 2014 ausgeliefert wird, lehne ich mich sicher nicht zu weit aus dem Fenster“, erklärte Ordnungsamtsleiter Jörg Michelsen. Mit einer Sammelbestellung werde gleichzeitig ein Feuerwehrfahrzeug für die Feuerwehr in Borgsum ausgeschrieben.

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