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amrum: fit für die zukunft : Neues Wahrzeichen in Nebel

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Ab Juni soll auf der Insel das LTE-Zeitalter beginnen. Nun wurde ein 30 Meter hoher Betonmast installiert, der jede Menge Technik beherbergt.

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2015 | 09:00 Uhr

„Wir haben nun ein neues Wahrzeichen im Postwai in Nebel“, spottet ein Anwohner über den neu aufgestellten Mast und mag sich noch nicht so richtig mit dem 30 Meter hohen Beton-Ungetüm anfreunden. Wie Stefanie Halle, Pressesprecherin der Telekom, bereits im Oktober des vergangenen Jahres mitgeteilt hatte, stand das Unternehmen in den Startlöchern und wartete lediglich auf die Baugenehmigung des Kreises Nordfriesland. Die Arbeiten sind nötig, um Ende Juni den Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde inselweit anbieten zu können. Im Herbst des vergangenen Jahres waren bereits die Antennenstandorte Norddorf, Leuchtturm und Wittdün mit entsprechender Technik ausgestattet worden.

Für die Monteure für den in zwei Segmenten angelieferten Mast konnten die Arbeitsbedingungen kaum schlechter sein. Pünktlich mit dem Eintreffen der Sattelschlepper und dem Aufbau des Autokrans mit 140 Tonnen Tragkraft zog ein Sturmtief mit Orkanböen auf. „Dem Kran macht es nicht viel aus, wenn er die Mastteile mit einem Eigengewicht von 25 und 16 Tonnen anhebt, doch wenn die Last erst einmal aufpendelt, besteht Lebensgefahr für die Monteure“, erklärt ein Kranführer des Unternehmens.

Die Masthalterungen für die Antennen wurden vor dem Aufsetzen des oberen Segmentes am Boden montiert. Nach dem Zusammenbau wurde dann das Innere noch mit Beton aufgefüllt. Der neue Mast steht neben dem alten, der nach dem Umbau der Antennen zurückgebaut wird. Derweil sind Funktechniker mit der Beschickung des neuen Standorts mit reichlich Technik beschäftigt. „In den nächsten drei bis vier Wochen werden die Antennen vom alten auf den neuen Mast umziehen“, erklärt Stefanie Halle den weiteren Ablauf. Gleichzeitig montieren die Techniker die Antennen für die LTE-Übertragung, deren Einschaltung voraussichtlich Ende Juni erfolgen wird.

Während des Umzugs wird es unvermeidlich zu Abschaltungen kommen, die wiederum zu Ausfällen in der Mobilfunkversorgung führen. Für die Internetversorgung über das Festnetz bietet die Telekom in Teilen Geschwindigkeiten bis zu 16 und 25 Megabit pro Sekunde an. Dies ist allerdings stark davon abhängig, wie groß die Entfernung vom Kabelverzweiger bis zum Kunden ist. Diese haben die Möglichkeit, die Verfügbarkeit über ein Online-Tool oder den Kundenservice prüfen zu lassen.

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