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In Oldsum : Neues Schmuckstück für die Wehr

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Nach 122 Jahren hat die alte Fahne der Blaujacken ausgedient. Die Nachfolgerin wurde vom Pastor geweiht

122 Jahre lang wurde sie an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Langdorf getragen. Doch am Sonnabend wurde nun die alte Fahne der Oldsumer Wehr außer Dienst gestellt und ein neues Symbol der Kameradschaft und Hilfe für den Nächsten von Pastor Dirk Jeß feierlich geweiht. Auch wenn sie nun offiziell im Ruhestand ist, wird die alte Fahne weiter in Ehren gehalten und gemeinsam mit ihrer „Vorgängerin“ in den Räumen der Wehr aufbewahrt. Seit der Gründung der Wehr im Jahr 1882 hatte diese einfache Stoff-Fahne die Blaujacken des Langdorfes begleitet.
„Da unsere alte Fahne aufgeschlissen war“, so Wehrführer Jan Brodersen, „haben wir im März ein neue bestellt.“ In einem Familienunternehmen bei Regensburg ist das neue Wahrzeichen der Oldsumer Wehr entstanden, dessen Motive denen der alten entsprechen: Zwei sich ergreifende Hände und der Wahlspruch „Einer für alle, alle für einen“. Da bei der Fahnenherstellung recht viel Handarbeit anfällt, ist das Produkt mit 4000 bis 5000 Euro auch nicht ganz billig. Doch Spenden, vor allem von Zweitwohnungs-Besitzern, machten die Neuanschaffung möglich.

Zur feierlichen Fahnenweihe bei strahlendem Herbstwetter waren am Sonnabend die Abordnungen aller insularen Wehren, die Amtsvorsteherin des Amtes Föhr-Amrum, Heidi Braun, sowie Oevenums Bürgermeisterin Gisela Riemann in ihrer Funktion als stellvertretende Amtsdirektorin erschienen.

Für Dirk Jeß, den Pastor der St.-Laurentii-Kirchengemeinde, war eine Fahnenweihe eine neue Erfahrung. „Die Teilnahme des Pastors ist aber angemessen,“ meinte er, indem er auf den Leitspruch der Feuerwehren: „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ verwies. Weiter ging er auf den biblischen Zusammenhang ein. „Die Feuerwehr ist wie ein guter Samariter und hilft dem Nächsten, der der Hilfe bedarf“. Die freiwillige Feuerwehr sei ein Vorbild der Gemeinschaft, die sie auch präge. „Deshalb ist es wichtig, dass jede Gemeinde eine Wehr hat“.

Der Fahnenweihe schloss sich der Rundzug durch Oldsum an, woran sich nicht nur die aktiven Feuerwehrleute und die Jugendwehr, sondern auch zahlreiche Einwohner des Ortes beteiligten. Und dann wurde natürlich lange im Zelt gefeiert.

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erstellt am 22.Sep.2014 | 11:45 Uhr

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