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Projekt im Wyker Hafen : Neues Gewand für Alte Mole

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Im April sollen die Bauarbeiten beginnen. Geplant sind außerdem der Neubau des Anlegers 1 und ein zweiter Seiteneinstieg.

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2015 | 19:24 Uhr

Wyk | „Der Betrieb ist in sicherem Fahrwasser“, ließ Ulrich Koch, Chef des Wyker Hafenbetriebes, die Mitglieder des Hafenausschusses in der jüngsten Sitzung wissen. Zahlen untermauerten diese Aussage: Der Erfolgsplan schließt im Geschäftsjahr 2015 bei Aufwendungen in Höhe von 5,3 Millionen Euro und geplanten Einnahmen in Höhe von 5,5 Millionen Euro mit einem Jahresüberschuss von 189.000 Euro ab.

Investitionen sind im kommenden Jahr in Höhe von 5,9 Millionen Euro geplant. Größter Posten ist hier der Neubau der Alten Mole, des Fähranlegers 1 und eines zweiten Seiteneinstieges (4,3 Millionen). „Die Anträge sind gestellt und wir planen den Baubeginn im April 2016“, informierte Koch die Ausschussmitglieder.

Arbeiten, die nach der Zustimmung der Stadtvertretung im Sommer 2014 schon in diesem Jahr beginnen sollten und für die 3,6 Millionen Euro bereitgestellt waren. Rund 9,5 Millionen Euro soll das Projekt laut Ulrich Koch insgesamt kosten, das unter anderem die Alte Mole in Sachen Funktionalität und Erscheinungsbild auf den Stand heutiger Anforderungen bringen soll.

So soll die Kaifläche auf der Fischmarkt-Pier in der Höhe den benachbarten Hafenbereichen angeglichen und somit die Häufigkeit der Überflutungen verringert werden. Die stark verschlickte und gefährliche Niedrigwassertreppe soll einem Schwimmponton weichen und am Molenkopf eine feste Slipanlage für Sportboote und Einsatzfahrzeuge der Rettungsdienste ihren Platz finden.

Den aus den 1960-er Jahren stammenden Anleger 1 hat der Hafenbetrieb von der Wyker Dampfschiffs-Reederei zurückgekauft. Dieser, bisher 20 Meter lang, soll durch einen 24-Meter-Neubau ersetzt werden. Durch eine längere oder schrägere Pier soll zudem der Binnenhafen verbreitert und somit die Anlegesituation verbessert werden.

Schließlich soll am Anleger 1 ein Seiteneinstieg gebaut und das marode Pegelhaus des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) durch einen Leuchtturm als Blickfang ersetzt werden. Arbeiten, die parallel ausgeführt werden sollen. Insgesamt rechnet der Hafenchef mit einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren und hofft auf Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent aus den entsprechenden Fördertöpfen.

Die Pläne liegen bereits vor.
Die Pläne liegen bereits vor. Foto: Ingenieurbüro Mohn
 

Eine weitere Investition ist der Bau eines neuen Sanitärgebäudes im Sportboothafen für 250.000 Euro und ein behindertengerechter Zugang soll die barrierefreie Erreichbarkeit des Cafés „Klein Helgoland“ und des Sportboothafens gewährleisten (100.000 Euro). Zudem sind 80.000 Euro für einen neuen Radlader angesetzt und zum Jahresende soll die Lüttmarschhalle für 80.000 Euro vom Liegenschaftsbetrieb gekauft werden. Diese ist marode und für Instandsetzungsarbeiten sind hier 10.000 Euro eingeplant.

Der Stellenplan sieht 31,16 Stellen vor. Ulrich Koch berichtete, dass die Teilzeitstellen in der Buchhaltung um 0,5 Stellen angehoben werden. Dies sei erforderlich, da die Zahl der Strandkorb-Vorbestellungen ständig steige. Dass die Reservierung telefonisch, per Fax oder über das Internet erfolgen kann, erfuhr der Ausschuss auf Nachfrage von Dr. Silke Ofterdinger-Daegel (KG) von Gerd Jakobsen. Der Mitarbeiter des Hafenbetriebes legte dar, dass bereits jetzt rund 800 Vorbestellungen für das kommende Jahr vorliegen.

Einstimmig winkte der Ausschuss den Wirtschafts- und den Stellenplan durch. Beide werden bereits am kommenden Dienstag, 8. Dezember, im Finanzausschuss der Stadt beraten.

 

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