Ban Horn : Neuer Sand für den Inselstrand

Reger LKW-Verkehr am Strand: Mit Lastwagen wurde der Sand zur Baustelle gebracht.
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Reger LKW-Verkehr am Strand: Mit Lastwagen wurde der Sand zur Baustelle gebracht.

Die Küstenschutzarbeiten liegen gut im Zeitplan. Ein 350 Meter langer Abschnitt vor dem Norddorfer Schullandheim soll gesichert werden.

shz.de von
03. Juni 2014, 08:00 Uhr

In den zurückliegenden Wochen brummte es am Badestrand mächtig. Lastwagenladung um Lastwagenladung ließ der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) 20 000 Kubikmeter Sand zur Sicherung eines rund 350 Meter langen Küstenabschnitts vor dem Schullandheim Ban Horn auffahren (wir berichteten). Dabei wurde Material vom Kniepsand gut zwei Kilometer südlich der Badestelle Norddorf entnommen und per Spezial-Lkw über den Strand gen Norden transportiert.

„Obwohl sich der Baubeginn um einige Tage verschoben hatte, wurde die Zusage, dass die Maßnahme bis Pfingsten abgeschlossen ist, mehr als eingehalten“, erklärt Frank Barten, der verantwortliche Geschäftsbereichsleiter beim LKN. Bereits in der vergangenen Woche war die geforderte Sandmenge eingebaut. Auch die Profilierung des Sandpuffers wird bis Pfingsten abgeschlossen sein. Dann werden – so zeitnah wie möglich – Sandfangzäune gesetzt. Im Spätsommer werden Halmpflanzungen zur zusätzlichen Stabilisierung vorgenommen. Diese Maßnahmen werden nicht aus dem Fonds, der für den biotechnischen Küstenschutz auf Amrum bereitgestellt wird, finanziert. Vielmehr sind die Pflanzungen Bestandteil dieser Küstenschutzmaßnahme des LKN.

„Wir müssen die Zeit überbrücken, bis der von Süden anwachsende Kniepsand sich vor den gefährdeten Bereich schiebt“, hatte Bürgermeister Peter Koßmann immer wieder auf die Notwendigkeit von Küstenschutzarbeiten vor Ban Horn hingewiesen, wo zuletzt bei den Orkanen im Herbst 2013 enorme Sandmassen weggerissen worden waren. Derweil findet dort eine regelrechte Auskolkung statt, was zur Folge hat, dass alte, längst vergessene Bestandteile von Brücken und Buhnen wieder frei gespült werden.

Auch den jetzt aufgeschütteten Sand wird sich die Nordsee nach und nach wieder einverleiben. Auf 50 bis 60 Meter pro Jahr schätzt Frank Barten den Verlust. Bestreben der Amrumer ist es deshalb, wie auch in den Jahren zuvor, durch biotechnischen Küstenschutz Sandpolster anzuhäufen. Diese Maßnahmen werden in Eigenverantwortung des Amtes Föhr-Amrum organisiert und durchgeführt. Dadurch wird der hydrodynamische Prozess vorweggenommen. Denn der Kniepsand verdriftet nach Nordosten. Somit wird er in wenigen Jahren ohnehin wieder den Bereich „Ban Horn“ vor Abbruch schützen.

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