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Bridge-Festival auf Föhr : Neuer Rekord an den Kartentischen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Mischen und reizen im Wyker Kurgartensaal: Bei der 19. Auflage sind mehr als 360 Teilnehmer dabei.

shz.de von
erstellt am 13.Jun.2017 | 08:30 Uhr

„Die Menschen stimmen mit den Füßen ab, und das Ergebnis ist eindeutig.“ Betty Kuipers, Vizepräsidentin des Deutschen Bridge-Verbandes (DBV) und verantwortlich für Breitensport und Öffentlichkeitsarbeit, kann befriedigt konstatieren, dass mit mehr als 360 Teilnehmern am 19. Deutschen Bridgefestival erneut ein Rekord aufgestellt werden konnte. Damit hat sich die Insel Föhr wieder als besonderer Anziehungspunkt für Bridgespieler aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland erwiesen, und im Verlauf dieser Woche werden Themen wie Reizen, Trümpfe oder Wiederbelebungskontras im Mittelpunkt der Debatten stehen.

Bei der Eröffnung der Wettkämpfe im Wyker Kurgartensaal freuten sich Betty Kuipers, Gabi Hinrichsen, Vorsitzende des Föhrer Bridge-Clubs, sowie Jochen Gemeinhardt, Chef der Föhr Tourismus GmbH (FTG), über die großartige Beteiligung. Deutlich machten alle drei aber auch, dass solch eine Großveranstaltung bereits im Vorfeld eine Menge Arbeit bedeutet, wobei vor allem das Team der FTG erwähnt wurde. Ein kleiner Wermutstropfen war die Feststellung, dass für das Festival in Zukunft die oberen Räume des Veranstaltungszentrums nicht mehr zur Verfügung stehen und voraussichtlich Räume der Reederei als Ersatz genutzt werden sollen. Dort sind bereits in diesem Jahr, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, Spieltische aufgebaut worden.

Betty Kuipers erinnerte sich an ihr Herzklopfen, als vor zwölf Jahren Föhr zum ersten Mal Austragungsort des Festivals war, bei dem sich Breiten- und Spitzensportler messen können. Zuvor waren im Ostseebad Binz die Turniere ausgetragen worden, und als sich die Teilnehmer bei einer Befragung zwischen Binz, Bad Neuenahr, Wyk und anderen Orten entscheiden sollten, gehörte Föhr durchaus nicht zu den Favoriten.

Doch die Wykerin Ingke Drewsen, hatte Wyk ins Spiel gebracht. „Ich war in Bremerhaven und dachte mir, fahr einfach mal nach Föhr“, berichtet Betty Kuipers, die sich noch gut an den herzlichen Empfang durch die Föhrer Bridgespielerin erinnern kann. „Alle Bedingungen waren günstig“, und so entschied sich Betty Kuipers, das Deutsche Bridgefestival in Wyk auszutragen. Die Verantwortlichen des Verbandes waren nicht völlig überzeugt von dieser Wahl, und verwiesen auf die nicht ganz einfache Anreise auf die Insel. „Dabei habe ich zum ersten Mal etwas über die Tide und den Schiffsverkehr bei Niedrigwasser gehört“, so die DBV-Vizepräsidentin. Nach der Premiere gab es keine Diskussionen mehr: Das Festival in Wyk war von nun an ein Fix-Punkt im jährlichen Programm des DBV und die Steigerung der Teilnehmerzahl von etwa 150 im ersten Jahr auf über 360 spricht für sich.

Die Bridger aus dem ganzen Land kommen nicht nur zum Spielen nach Föhr. Vielmehr kommen sie auch zahlreich zu den morgendlichen Unterrichtsstunden mit Wolfgang Rath und im Übrigen nutzten sie, wenn sie nicht gerade spielen, die Gelegenheit, die Insel Föhr kennenzulernen.

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