Einwohnerversammlung Utersum : Neuer Betreiber für die Klärwerke?

Der Ausbau des Utersumer Klärwerks hat sich gelohnt. Foto: pk
Der Ausbau des Utersumer Klärwerks hat sich gelohnt. Foto: pk

Die Bürger sprachen über eine mögliche Anbindung der Klärwerke an den Wasserbeschaffungsverband. Sie erfuhren von der gesenkten Amtsumlage und W-Lan am Strand.

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26. Januar 2009, 12:35 Uhr

Utersum | "Das Utersumer Klärwerk ist in einem optimalen Zustand". Darauf konnte Bürgermeister Jürgen Schmidt bei der Einwohnerversammlung im Taarepshüs verweisen. Die Messwerte seien absolut in Ordnung und auch der Energieverbrauch habe gesenkt werden können.
Das ist nicht immer so gewesen. In früheren Jahren konnten im Klärwerk die Grenzwerte nicht eingehalten werden. Dies hatte nach Mitteilung des Bürgermeisters regelmäßig zur Folge, das jährlich rund 60.000 Euro Strafgebühren zu bezahlen waren. Deshalb entschloss sich die Gemeinde vor vielen Jahren, ihr Klärwerk zu modernisieren und zu erweitern, da im Laufe der Zeit nicht nur die Utersumer Abwässer, sondern auch die der Nachbargemeinden in diese Anlage eingeleitet wurden. Im Jahr 2002 begannen die Erneuerungsarbeiten. Offiziell konnte die modernisierte Kläranlage, in die rund 1,1 Millionen Euro investiert wurden, im Jahr 2005 eingeweiht werden.
Einsparpotenzial

Jürgen Schmidt informierte bei der Einwohnerversammlung von den Überlegungen, die Utersumer und Wyker Kläranlagen beim Wasserbeschaffungsverband (WBV) anzusiedeln, damit Ver- und Entsorgung in einer Hand seien. "Die Frage ist auch, ob künftig ein Profi, oder weiterhin ein Ehrenamtler für das Klärwerk verantwortlich zeichnet", betonte der Bürgermeister. Man verspreche sich von solch einem Schritt des Zusammengehens auch Einsparpotenziale.

Aus der Reihe der Einwohner wurden dennoch Vorbehalte zu diesem Plan laut. Doch Jürgen Schmidt machte dazu deutlich, dass noch längst keine Entscheidung gefallen sei. "Wir diskutieren darüber noch ergebnisoffen", so der Bürgermeister.

Auch Amtsvorsteherin Heidi Braun nahm an der Utersumer Einwohnerversammlung teil, um über die Entwicklungen auf Amtsebene zu berichten. Wohlwollend wurde die Mitteilung zur Kenntnis genommen, dass die Amtsumlage gesenkt werden konnte, was für die Gemeinde Utersum eine Ersparnis von 12.200 Euro bedeute.
Internet-Surfen auch am Strand

Oliver Arfsten von der Tourismus GmbH informierte die Utersumer darüber, dass auch im Bereich ihres Strandes für Computernutzer "W-Lan" installiert werde, womit sie in diesem Bereich drahtlos im Internet surfen können. Dies gehört nach Oliver Arfstens Überzeugung inzwischen fast zur Basis-Infrastruktur für die Gäste.

Zum Abschluss der Einwohnerversammlung informierte Jürgen Schmidt darüber, dass Utersum im nächsten Jahr den 650. "Geburtstag" feiern könne. Erste Überlegungen zur Gestaltung dieses Jubiläums sollen bereits in der nächsten Sitzung der Gemeindevertreter am 3. Februar angestellt werden.

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