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Am Wattenmeer : Neuer Anlauf für den Wittdüner Strand-Kiosk

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Das marode Gebäude ist ein Wittdüner Dauerthema. Jetzt will der Tourismus-Ausschuss Nutzungskonzept und Fördermöglichkeiten auf den Prüfstand stellen.

Es vermag wohl kaum noch jemand genau zu sagen, seit wie vielen Jahren die Erneuerung des Strandservice-Gebäudes an der Wittdüner Wandelbahn auf der Agenda der Gemeindevertretung steht. Das Gebäude hat eine traumhafte Lage an der Promenade am Südstrand des Ortes, aber das Raumkonzept ist nicht mehr zeitgemäße und das Haus ist insgesamt in einem desolaten Zustand. Der Zahn der Zeit hat trotz immer wieder erfolgter Erhaltungsmaßnahmen deutliche Spuren hinterlassen. Schon seit mehreren Wahlperioden steht die Umsetzung der Baupläne für das Strandservice-Gebäude in der Wartespur, ohne jedoch verwirklicht werden zu können. Die schlechte Finanzlage der Gemeinde ließ die Pläne bisher ins Leere laufen. Das Gebäude steht aber in der Prioritätenliste des Infrastruktur-Entwicklungskonzeptes immer noch ganz oben.

In der jüngsten Sitzung des Tourismusausschusses stand dieses Projekt erneut auf der Tagesordnung. Dessen Vorsitzender, Carsten Albertsen, wollte eine mögliche Umsetzung mit Hilfe aktueller Förderprogramme diskutieren. Hierbei wurde deutlich, dass das bisher verfolgte Nutzungskonzept, das noch aus der letzten Wahlperiode stammt, von den Mitgliedern des Ausschusses unterschiedlich bewertet wird. Der derzeitige Pächter des Strandkiosk, Holger Lewerentz, verdeutlichte mit seinen Erfahrungen dieser Saison, dass der Standort überaus vom Wetter abhängig ist. „Wenn der Regen aus Südwest waagerecht kommt, dann nützen auch Showtime und Freibier nichts. Die Zuwegung und der Standort sind exponiert und dadurch auch besonders wetterempfindlich“, so der Gastronom. Das sich der geplante Neubau durch die Pacht des gastronomischen Betriebs tragen könnte, sei absurd. Das würde bei einer so kurzen Saison, wie sie an diesem Standort zu realisieren sei, nicht funktionieren, zumal entsprechende Parkmöglichkeiten nicht im näheren Umfeld vorhanden sind.

Man sei sich der Bedeutung dieses Gebäudes, das in bester Strandlage mit Blick auf das Weltnaturerbe Wattenmeer gelegen ist, bewusst und werde daher eine Arbeitsgruppe einsetzen, um das vorhandene Konzept zu überarbeiten, erklärte Albertsen. Zudem werde hierbei die nötige Abstimmung auf die derzeit aktiven Förderprojekte geprüft und gegebenenfalls angepasst. „Aber auch eine Sanierung auf Basis des Bestands könnte eine Option sein“, so der Ausschuss-Vorsitzende.


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