andere wege : Neue Zirkus-Vorstellung mit einer Premiere

Licht und Schatten: Weiße und schwarze Kostüme bestimmten das Bühnenbild.
Licht und Schatten: Weiße und schwarze Kostüme bestimmten das Bühnenbild.

Wer Akrobatik, Zauberstücke, Jonglage und Trapezkünste sehen wollte, war beim „Circus Mytilus“ genau richtig. Ohne Unterstützung der Erwachsenen hatten die Nachwuchs-Artisten das Programm Luxombra in Eigenregie erarbeitet und einstudiert

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09. März 2014, 17:03 Uhr

Wer Akrobatik, Zauberstücke, Jonglage und Trapezkünste sehen wollte, war in der Turnhalle der Midlumer Grundschule genau richtig. Der „Circus Mytilus“, ein Gemeinschaftsprojekt der Eilun-Feer-Skuul und der Grundschule Föhr-Land, überzeugte einmal mehr mit einer tollen Show.

Wobei es sich bei „Luxombra“, so der Name des Programms, um eine ganz besondere Vorstellung handelte: Erstmals hatten die Artistinnen und Artisten die Vorstellung in Eigenregie erarbeitet. Dabei hatten die jugendlichen Darsteller innerhalb von drei Monaten unter der Leitung von Emilia Ganzel und Lucia Sonnenberg, vor allem aber Fabian Stamer, Beachtliches auf die Beine gestellt.

Das Trio hatte sich die Darbietungen selbst ausgedacht und mit den Artisten einstudiert, aber das war noch nicht alles. Sie organisierten auch die Musik, das Bühnenbild, die Kostüme und die Lichteffekte. Und auch der Name des Programms, „Luxombra“, war eine Idee Fabian Stamers. Der Begriff steht für Licht und Schatten, ein Motto, das sich durch das Programm zog, in dem die Darsteller nur weiß oder schwarz gekleidet waren.

Eine Premiere für den Schüler-Zirkus. Und eine Idee, die dem Partnerzirkus „Waldoni“ aus Darmstadt zu verdanken ist. Denn dort wird dieses Modell praktiziert und hat sich bewährt, weshalb diese Art der Vorbereitung auch im „Circus Mytilus“ versucht werden sollte.

Dass man sich seitens der Erwachsenen nicht eingemischt habe, bestätigte Volker Sonnenberg, „Vater“ der Zirkus-Arbeitsgemeinschaft. Viel zu gut sei der Versuch gelaufen und sollte es künftig „große“ Artisten geben, die die Vorbereitung und damit verbundene Arbeit übernehmen wollen, ist auch eine Wiederholung des Modells nicht ausgeschlossen. Allerdings: Die „Kleinen“ mussten diesmal außen vor bleiben, dabei waren ausschließlich Artisten ab der achten Klasse. Zu groß wäre sonst das Risiko von Verletzungen im Training gewesen, so Sonnenberg.

Das erfolgreich war, denn von den rund 200 Zuschauern, die sich in der Midlumer Turnhalle begeistern ließen, gab es neben Spenden auch einen tollen Applaus.

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