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veränderungen auch auf föhr : Neue Zeiten für die Landwirte

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Zentrale Themen der Bezirksversammlung des Kreisbauernverbandes Südtondern waren die Düngeverordnung und die Milchquote.

shz.de von
erstellt am 09.Mär.2015 | 09:00 Uhr

Der Kreisbauernverband Südtondern hatte zur Bezirksversammlung nach Oevenum eingeladen, um über aktuelle Themen und Entwicklungen zu informieren. Von der Hauptgeschäftsstelle des Bauernverbandes Schleswig-Holstein war der Fachreferent für die pflanzliche Erzeugung, Sönke Schmidt, auf die Insel gereist. Schmidt referierte über die bevorstehende Novelle der Düngeverordnung und stimmte die zahlreich anwesenden Landwirte auf das zu Erwartende ein.

„Es ist zu befürchten, dass durch die neuen Regelungen die Spielräume für die Landwirte deutlich geringer werden, der bürokratische Aufwand sich jedoch enorm erhöht.“ So sollen, so Schmidt weiter, die Sperrfristen für die Ausbringung von organischen Nährstoffen ausgedehnt werden. Hierdurch gehe den Betrieben die Flexibilisierung auf den Ackerstandorten verloren. Der Berufsstand fordert, dass die Möglichkeit zur Herbstdüngung nach den Bedarfsgrundsätzen auch für Stoppelgetreide erhalten bleiben müsse. Ebenso stehe die diskutierte Änderung bei der Ausbringung von Dünger bei Schnee und Frost in der Kritik des Verbandes. „Wir brauchen verständliche und praxistaugliche Regelungen für die Ausbringung auf durchgefrorenen und schneebedeckten Böden“, so Sönke Schmidt.

Im Anschluss berichtete der stellvertretende Kreisvorsitzende Christian Magnus Petersen über die aktuellen Themen im Milchausschuss des Landesbauernverbandes. Hierbei wurden insbesondere das Ende der Milchquotenregelung, die jahrelang die Milchlieferungen für die Erzeuger begrenzte und somit den Markt regulierte, sowie die angespannte Lage auf dem Milchmarkt diskutiert.

Armin Reiche, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, stimmte die Anwesenden auf zu befürchtendende Schwierigkeiten bei den bevorstehenden Agrarprämienanträgen ein und riet, sich rechtzeitig mit den jeweiligen Beratern in Verbindung zu setzen.

Schließlich stellte der Bezirksvorsitzende den neuen Grundwasserschutzberater vor. Seit Beginn dieses Jahres bietet Andreas Frahm vom Ingenieurbüro Ingus eine intensive und kostenlose Beratung für jene Landwirte an, die Flächen in den Wasserschutzgebieten Föhr-Ost und Föhr-West bewirtschaften. Weitere Informationen unter www.bauernverbandsh.de.

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