Prüfung bestanden : Neue Freizeitkapitäne auf den Inseln

Äußerste Konzentration vor den strengen Augen des Prüfers.
Äußerste Konzentration vor den strengen Augen des Prüfers.

Trotz schlechten Wetters: 36 Skipper bestanden auf Amrum den Sportbootführerschein See. 17 Föhrer, 18 Amrumer und ein Sylter Wassersportler hatten sich in den Wintermonaten auf diesen Tag vorbereitet.

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29. Mai 2015, 12:30 Uhr

Nach vielen Jahren auf Föhr wurde die Prüfung für den Sportbootführerschein See wieder auf Amrum abgenommen. 17 Föhrer, 18 Amrumer und ein Sylter Wassersportler hatten sich in den Wintermonaten auf diesen Tag vorbereitet. Unterstützt in Theorie und Praxis wurden die Föhrer Teilnehmer von Christian Maischak vom „Cruising Island“ und der Surfschule „Pitschis“. Hier hatte die DLRG in Zusammenarbeit mit dem Wyker Hafenamt das Boot für die Praxisübungen zur Verfügung gestellt. Auf Amrum vermittelten Kapitän Bandix Tadsen und Lehrer Jens Jessen die nötigen Kenntnisse.

Da dieser Führerschein auf Sylt nicht erworben werden kann, stand Malic Bohn von der nördlichen Nachbarinsel ganz allein da. „Kiel oder Amrum?“ hatte die Frage des Prüfungsausschusses gelautet und der 18-Jährige hatte sich für Amrum entschieden. Er paukte in den Wintermonaten einsam die Theorie, in der Praxis unterstützte ihn sein Großvater, auf dessen Boot es im Hörnumer Hafen die ersten Fahrstunden gab. Mit dem Amrumer Schiff „Ambrosia“, das den Insulanern für die Praxis und praktische Prüfung zur Verfügung gestellt worden war, fuhr Malic einen Tag vor der Prüfung zum ersten Mal.

Am entscheidenden Tag zeigte sich das Wetter alles andere als ideal. Die Föhrer kamen wegen des niedrigen Wasserstandes eine Stunde verspätet an. Starker Wind aus Süd-West, Nieselregen und ein eingeschränkter Rückwärtsgang der „Ambrosia“ erschwerte die praktische Prüfung. Die Gruppen wurden aufgeteilt und während einige ihr Können auf dem Schiff bei Mensch über Bord, Aufstoppen und Anlegen zeigten, stellten sich andere Theoriefragen und Navigationsaufgaben. „Die praktischen Prüfungsbedingungen waren schon recht fordernd“, betonte Prüfungsbeisitzer Thomas von Wensierski. Er freute sich, dass alle diese Hürde gut gemeistert hatten, auch wenn einige am Ende ziemlich nass von Bord gingen, denn Regen und Wind nahmen weiter zu und sorgten auch am Mittag für erschwerte Bedingungen.

Nachdem Hans-Peter Hauptmann, Vorsitzender der Prüfungskommission und Leiter des Prüfungsausschusses Kiel, alle Fragebögen und Navigationsaufgaben kontrolliert hatte, verteilte Ulrich Bösl von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes die ersten der begehrten Sportbootführerscheine See. Fast alle Teilnehmer bestanden die Prüfung an diesem Tag, den sie bei einem gemütlichen Beisammensein ausklingen ließen. Bandix Tadsen und Jens Jessen zeigten sich insbesondere über die Größe der Teilnehmergruppe erfreut, „noch dazu mit Mitgliedern von allen drei Inseln“.

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