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Ausstellung in Wyk : Neue Bilder einer „alten“ Föhrerin

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Eine gute Bekannte: Die Künstlerin Nele Andresen zog vor über sechs Jahren nach Berlin – nun stellt sie ihre Arbeiten wieder in Wyk aus.

Die Künstlerin Nele Andresen in Wyk vorzustellen, ist eigentlich nicht nötig. Dies hat auch ihr sechsjähriger Enkel Charlie festgestellt, als er einmal mit ihr Einkaufen war: „Oma, die kennen dich ja alle“. Auch wenn Nele Andresen seit über sechs Jahren nicht mehr auf der Insel lebt, so ist sie doch nicht vergessen und weckt mit ihrer Ausstellung in der Goldschmiede „EigenArt“ in der Wyker Mittelstraße viele Erinnerungen. Bis zum Herbst sind etwa 60 ihrer Bilder, überwiegend in Acryl, in Wyk zu sehen.

Nele Andresen lebt seit Ende 2010 in Berlin, doch Föhr war für sie eine ganz wichtige Station für ihre künstlerische Entwicklung. Eigentlich ist Andresen Keramikerin. Im Jahr 2001 siedelte sie von Göttingen auf die Insel über, wo sie herausfinden wollte, ob sie von der Malerei leben könne. „Ich wollte weg und das Meer erleben“, begründete die Künstlerin ihren Schritt. Sie konnte von ihrer Kunst leben, wobei ihre Motive nicht den „inselüblichen“ Blumen-Wolken-Sonnenuntergang-Meer-Bildern entsprachen. Keine Friesenhäuser, sondern Frauen, Nixen oder Tiere, alle schön bunt, bestimmten ihre Bilder und fanden ganz offensichtlich Anklang bei den Menschen.

Ende 2010 suchte sie aber neue Herausforderungen und siedelte nach Berlin über, wo ihrer Tochter Inga lebt, die ihr auch ein Atelier besorgte. „Um mich nicht unter Druck zu setzen, hatte mir meine Tochter während der Entscheidungsphase nichts von ihrer Schwangerschaft erzählt“, berichtet Andresen, die seither in Berlin glückliche Oma ist.

In ihrem Internet-Blog ließ Nele Andresen an ihrem Leben und Arbeiten teilhaben, um schließlich Anfang dieses Jahres mitzuteilen, sie werde das Marathon-Malen einstellen. Doch Rike Thiessen und ihr Mann, der Steinmetz Markus Thiessen, mit dem Nele Andresen gemeinsame Ausstellungen verbinden, machten einen Strich durch die Rechnung. Das Ehepaar überredete die Künstlerin zu einer Ausstellung, und so arbeitete Nele Andresen nach eigenem Bekunden ein halbes Jahr lang fast ohne Pause, um für die Föhrer Freunde eine Präsentation ihres Schaffens zu fertigen.



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erstellt am 21.Jul.2017 | 08:30 Uhr

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