bessere ausstattung : Neue Ausrüstung für die Feuerwehr

Der Theorie folgte die Praxis: Die Blaujacken machten sich mit dem Material vertraut.
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Der Theorie folgte die Praxis: Die Blaujacken machten sich mit dem Material vertraut.

Höherer Tragekomfort und verbesserter Schutz: Brandbekämpfer überzeugten sich bei einer Übung von den Eigenschaften der neuen Kleidung. Deren Besonderheit ist der integrierte Breitgurt.

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16. Juni 2014, 08:00 Uhr

Gut zehn Jahre sind die Schutzausrüstungen der Wyker Freiwilligen Feuerwehr alt. Grund genug für eine Ersatzbeschaffung, dachte sich Wehrführer Kai Sönnichsen und stieß bei seiner Recherche auf das Schweizer Unternehmen „Consultiv“.

Das Familienunternehmen ist auf die Arbeitskleidung der Brandbekämpfer spezialisiert und punktet mit bestmöglichem Tragekomfort, guten Schutzeigenschaften und einer minimalen Belastung für den Träger. Bei der ersten Vorstellung war der Gurt in Deutschland noch nicht zugelassen. Eine Voraussetzung, die mittlerweile erfüllt ist, so dass sich die Mitglieder der Wyker, Nieblumer, Utersumer und Wrixumer Wehr sowie einige Kameraden aus Friedrichstadt im Rahmen eines Lehrgangs von den positiven Eigenschaften überzeugen konnten, für dessen Durchführung Ivo Ernst, Geschäftsführer des Schweizer Herstellers, eigens auf die Insel gekommen war.

Am Anfang stand die Theorie, wurden die Handhabung des Gurtes und die Sicherheitsvorschriften gepaukt. Es folgte die Praxis: Beim „Trockentraining“ übten die Teilnehmer die Vorgehensweise mit dem Gurt und die nötigen Knoten für das sichere Abseilen, das im Anschluss am Haus „Uthlande“ unweit des Flugplatzes ausprobiert wurde. Die Lehrgangsteilnehmer dienen später als Multiplikatoren in der jeweiligen Wehr und geben das Erlernte an die Kameraden weiter.

Das Besondere an der neuen Ausrüstung sei der integrierte Breitgurt, so Sönnichsen. Der wird hauptsächlich zur Eigensicherung etwa auf Leitern getragen. Zudem kann sich ein Feuerwehrmann in Gefahrensituationen sicher aus Fenstern oder von Dächern abseilen. Dieser breite, schwarze Riemen soll bald der Vergangenheit angehören, ist nun Bestandteil der Jacke. Ein klarer Vorteil für Wyks Wehrführer: Der Gurt sitzt nicht mehr wie bisher um die Hüfte, sondern höher, das heißt, die Gefahr des Überschlagens während des Abseilens ist aufgrund der besseren Gewichtsverlagerung geringer. Nicht erstaunlich also, dass sich Hans-Jürgen Carlsen, Lehrgangsteilnehmer der Wrixumer Wehr, nach der Übung von der neuen Schutzkleidung überzeugt zeigte: „Die neue Konstruktion gibt ein größeres Sicherheitsgefühl als die alte.“

Bei rund 800 Euro liegen die Kosten pro Ausrüstung. Wie in Wrixum soll die alte Schutzkleidung auch in Wyk nach und nach ausgetauscht werden. Den Anfang machen jeweils die Atemschutzgeräteträger. Die übrigen Kameraden – in Wyk gehören zwei Löschgruppen rund 60 Aktive an – sollen sukzessive folgen. Etatmäßig auf die kommenden Jahre verteilt, so Kai Sönnichsen, der den Tausch 2016 vollzogen haben will.

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