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Ringreiten auf Föhr : Neue Ära bei den Grünröcken

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Seit 1919 war das Königsreiten eine reine Männerdomäne. Jetzt ritten erstmals Frauen mit.

Auf den ersten Blick war das Antreten der 27 Ringreiter des Osterlandföhrer Ringreiter-Vereins genauso wie in all den anderen Jahren seit der Gründung 1919 Und doch war es eine kleine Sensation, denn zum ersten mal waren mit Sina Berkemeier und Sandra Zwanziger zwei Frauen beim Königsreiten mit am Start.

Im Herbst des vergangenen Jahres hatte sich der älteste Föhrer Ringreiterverein bei der Generalversammlung entschlossen, die Statuten zu ändern und auch Frauen im Verein zu zulassen, eine Entscheidung für den Erhalt des Vereins, der seit Jahren mit Nachwuchssorgen kämpft, wie im übrigen die anderen Vereine auch.

Gut gelaunt ging es dann zum amtierenden König Gerd Ohlsen in die festlich geschmückte Reithalle. Nach 1994 war es für Ohlsen das zweite Mal, dass seine Vereinskameraden ihn als König abholten. In vielen Reden wurde über die zahlreichen Erfolge berichtet und Ehrenhauptmann Bernhard Hinrichsen ließ sich sogar hinreißen, Gerd Ohsen als „lebende Legende in der Ringreiterszene“ zu bezeichnen.

Auf dem Reitplatz ging es am Nachmittag dann zügig voran; nur zwei kleine Stürze, die allerdings glimpflich verliefen, trübten den Ablauf.
Auch freute sich das Publikum, dass Klaus Boje es sich nicht nehmen ließ, auch im 80. Lebensjahr noch den Nachmittag zu moderieren.

Der König 2016 heißt Karl-Julius Volkerts, und auch für ihn ist es nach 1991 das zweite Mal, dass er die Königsschleife tragen darf. Im Gegensatz zum Jahr 1991 hat Volkerts jetzt nicht nur Ehefrau und zwei Kinder, sondern ist auch schon stolzer Großvater von drei Enkelkindern, die am Abend den Trubel des Königabholens mit Blasmusik ganz besonders genossen.

Der „Abräumer“ des Tages war wiederum Gerd Ohlsen, der den ersten Platz sowie den K.o.-Pokal errang und zudem Tagessieger wurde. Platz zwei ging an Martin Hemsen, gefolgt von Kalle Sönnichsen und Bernhard Hinrichsen.

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