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Wyk : Neubaugebiet: Licht am Ende des Tunnels

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die bisher eher abstrakte Planung für das Neubaugebiet am Kortdeelsweg wird langsam konkret: Christine Bales vom Wasser- und Verkehrskontor gab auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses einen Überblick über den Stand der Planungen.

Die bisher eher abstrakte Planung für das Neubaugebiet am Kortdeelsweg (B-Plan 51) wird langsam konkret: Christine Bales vom Wasser- und Verkehrskontor gab auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses einen Überblick über den Stand der Planungen und stellte dar, wie sich die Erschließung in dem Gebiet darstellen könnte.

Bales blickte voraus und referierte über mögliche Beleuchtungen, Oberflächenbefestigungen, Grün- und Freianlagen sowie Straßenplanungen. Noch einmal wurde bekräftigt, dass der Kortdeelsweg durch Poller für den Durchgangsverkehr gesperrt werden soll, um, wie Lars Schmidt (CDU) betonte, „einen zweiten Haidweg zu verhindern“.

Von der ursprünglichen Planung der gradlinigen Anbindung des Kortdeelsweges an den Fehrstieg riet die Fachfrau ab. Um die Sichtverhältnuisse zu verbessern, schlug sie vielmehr eine Verschwenkung nach Süden vor, mit den Vorteilen der besseren Sicht und der geraden Anbindung an die „Linge“. Eine Begründung, die die Ausschussmitglieder überzeugte.

Muster, Material und Farbe der zu verwendenden Steine für die Straßenoberflächen waren im Anschluss ebenso Thema wie die künftige Gestaltung der Grün- und Freiflächen, in die auch die Ausgleichsflächen integriert werden. So sollen neben Straßenbäumen auch Obstbaumwiesen mit alten regionalen Apfelsorten ihren Platz finden. Dazu kommen arten- und blütenreiches Grünland, ein Knick und Hecken. Schließlich wird ein rund 1000 Quadratmeter großer Spielplatz auf dem Gelände seinen Platz finden.

Vorstellungen, die im Ausschuss auf Zustimmung stießen. Beabsichtigt ist nun die zügige Ausschreibung des Auftrages und – so die Wunschvorstellung des Bauamtes – noch in diesem Jahr ein Unternehmen mit der Umsetzung zu beauftragen. Noch seien die Auftragsbücher der Firmen für das kommende Jahr leer, argmentierte Bauamtsmitarbeiter Thomas Pielke, und „mit der Erschließung könnte im März, bei mildem Winter sogar im Februar begonnen werden“. Zwar sei die zweite Auslegung des B-Plans abzuwarten, an der technischen Planung aber werde sich nichts mehr ändern. Einstimmig votierte der Ausschuss deshalb dafür, die notwendige Ausschreibung bereits im November zu veröffentlichen.

Auch das Thema Fernwärme wurde diskutiert. Es müsse abgefragt werden, betonte Heinz Lorenzen (KG), ob diese von den künftigen Bewohnern überhaupt gewünscht werde und welcher Versorger bereit wäre, dort Leitungen ohne Anschlusszwang zu legen. Eine Ansicht, die allgemein auf Zustimmung stieß. Die Ausschussvorsitzende Dr. Silke Ofterdinger-Daegel (KG) beauftragte Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen (CDU), noch einmal mit potenziellen Energieversorgern Kontakt aufzunehmen und das Interesse abzuklären, im Neubaugebiet Fernwärme zu installieren. Zudem wird der Bürgermeister das Gespräch mit den Bewerbern suchen und den Bedarf an Fernwärme erfragen.

Denn es zeichnet sich ein geringes Interesse seitens der künftigen Bauherren ab. Ohnehin würde eine Gasleitung die Nutzung fossiler Brennstoffe ermöglichen, so Pielke. Es sei in einem Neubaugebiet, in dem die Häuser energetisch gut geplant seien und weniger Wärme bräuchten, schwer vorstellbar, dass sich genug Abnehmer für Fernwärme fänden. Die aber wären nötig, um ein solches Projekt für ein Versorgungsunternehmen wirtschaftlich interessant zu machen.

Noch nicht in trockenen Tüchern ist die Vergabe der Grundstücke. Eine Arbeitsgruppe wurde gebildet, der jeweils ein Mitglied jeder Fraktion angehört. Deren Aufgabe ist es, die Bewerbungen für die Erbpachtgrundstücke auf die Vergabekriterien abzuprüfen. Da einige Bewerber unvollständige Unterlagen eingereicht hatten, müssen die fehlenden Angaben nachgefordert werden.

Wyks Bürgermeister Raffelhüschen betont in diesem Zusammenhang, dass noch Grundstücke verfügbar sind. „Eine Bewerbungsfrist gibt es nicht, Interessenten können sich jederzeit melden. Weitere Informationen erhalten die Bewerber im Amt Föhr-Amrum.“

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erstellt am 06.Okt.2014 | 10:00 Uhr

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