zur Navigation springen

alles in handarbeit : Neubau nach historischem Vorbild

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Wer in diesen Tagen das archäologische Areal an der Nebeler Vogelkoje besucht, wird ins Staunen geraten. Direkt neben der Fundstelle eines eisenzeitlichen Hauses entsteht momentan ein neues „altes“ Haus.

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2014 | 18:52 Uhr

Wer in diesen Tagen das archäologische Areal an der Nebeler Vogelkoje besucht, wird ins Staunen geraten. Direkt neben der Fundstelle eines eisenzeitlichen Hauses entsteht momentan ein neues „altes“ Haus nach historischem Vorbild. Mitte Januar wurden die ersten Holzpfähle errichtet und im Augenblick steht schon fast die gesamte Holzkonstruktion des Hauses inklusive Dachstuhl. Obwohl der Baubeginn sturmbedingt etwas nach hinten verschoben werden musste, zeigen sich Handwerker und die Gemeinde Nebel als Bauherr optimistisch, dass das Haus zum Beginn der Saison fertig sein wird.

Da der Wald, aus dem ein Großteil des Holzes für den Bau geliefert werden sollte, ebenfalls den Stürmen „Christian“ und „Xaver“ zum Opfer fiel, musste erst Ersatz organisiert werden, was auch gelang. Allerdings sind einige Holzstämme nun etwas massiver als geplant geliefert worden. Das bringt die Handwerker ordentlich ins Schwitzen, da das gesamte Haus in Handarbeit, das heißt ohne Kraneinsatz, errichtet wird. Trotzdem sind sie frohgelaunt, denn so eine Arbeit „machen wir nicht alle Tage“ wie die Zimmerer Urs Bissegger und Thomas Schmidt einstimmig bestätigen.

Der Nebeler Bürgermeister Bernd Dell-Missier freut sich: „Nach mehr als vier Jahren Planung kann das neue Schmuckstück des archäologischen Areals in Zusammenarbeit mit dem Öömrang Ferian, der Unteren Naturschutzbehörde und dem Archäologischen Landesamt nun errichtet werden“. Ganz besonderes Lob spricht er den beteiligten Handwerkern aus, „die sich idealistisch und enthusiastisch ans Werk machen“.

Auch bedankt sich der Bürgermeister bei den Geldgebern des Projektes, der AktivRegion Uthlande, dem Amrumer Rotary Club und den vielen anderen Spendern, die den Bau ermöglichten. Es bleibt zu hoffen, dass das Wetter nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht und das eisenzeitliche Haus termingerecht zu Beginn der Saison eingeweiht werden kann.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen