Wyk : Nachwuchssorgen beim WTB

Das Training macht den Kindern viel Spaß.
Das Training macht den Kindern viel Spaß.

Die Schwimmsparte sucht dringend Übungsleiter. Sonst ist im Winter Schluss.

shz.de von
21. August 2018, 13:00 Uhr

Der Wyker Turnerbund (WTB) hat Nachwuchssorgen. Allerdings gehen dem Sportverein nicht die Kinder aus, im Gegenteil. Die sind weiterhin zahlreich dabei. Wo dagegen dringend neue Leute gesucht werden, ist im Trainerbereich. Besonders dunkel sieht es derzeit in der Schwimmsparte aus, kommt es zum Äußersten, könnte hier im Winter Schluss sein.

Bisher haben Elke Petersen und Sabine Jensen das Schwimmtraining geleitet. Für die beiden bedeutete das, die einzelnen Einheiten vorzubereiten und dann an jedem Donnerstag drei Stunden, von 17 bis 20 Uhr, im Schwimmbad zu stehen. Im November und März kommt dann außerdem noch zwei Mal in der Woche eine Gruppe mit Schwimmanfängern hinzu.

„Die Arbeit macht Spaß, es ist schön, die Freude bei den Kindern zu sehen“, sagt Jensen. Und Petersen fügt hinzu: „Es ist toll, wie die Kinder strahlen, wenn sie das Seepferdchen geschafft haben, oder wenn sie die nächste Hürde meistern. Und sei es nur das Springen vom Beckenrand.“

Dennoch wollen beide zum Winter hin die Leitung des WTB-Schwimmtrainings abgeben. „Ich mache das jetzt seit 19 oder 20 Jahren, obwohl meine Kinder bereits nicht mehr auf der Insel sind. Ich habe weitergemacht, weil es so viel Spaß macht“, sagt Petersen. Und sie würde das Training gerne auch weiter unterstützen, wie auch Sabine Jensen würde sie auch in Zukunft eine Trainingsgruppe am Donnerstag oder die Schwimmanfänger übernehmen. „Aber ich möchte nicht mehr der Kopf sein und drei Stunden am Beckenrand stehen“, sagt Elke Petersen.

Das liege auch an den Scheinen, die benötigt werden: Da während der Trainingszeiten kein Bademeister im Schwimmbad ist, wird mindestens Rettungsschwimmer Silber gebraucht, dazu wenigstens Rettungsschwimmer Bronze für den Trainerschein, für den ebenfalls eine Prüfung bestanden werden muss. „Ich sage ganz ehrlich: Auch an den benötigten Fortbildungen und Scheinen liegt es, dass wir die Leitung abgeben wollen, denn wir werden nun mal auch nicht jünger“, so Petersen.

Ein möglicher Nachfolger für die Trainingsleitung sollte deshalb dazu bereit sein, diese Scheine zu machen und dazu noch Lust auf die Arbeit mit 60 bis 70 Kindern haben. So viele sind es im Normalfall, die pro Woche zum WTB-Training kommen. Allein ist das nicht zu schaffen, besonders bei der jüngsten Gruppe müssen zwei, besser noch drei Betreuer anwesend sein, um im Notfall einzugreifen. Bisher wurden Elke Petersen und Sabine Jensen dabei von sechs Helfern unterstützt, Schülern und Eltern, die jeweils eine Trainingsgruppe geleitet haben. Drei von ihnen verlassen zum Sommer jedoch die Insel. „Schon jetzt weiß ich nicht, wie es weitergehen soll. Wenn sich kein Helfer findet oder noch einer wegfällt, müssen wir wohl oder übel die Gruppengröße stutzen, sonst ist das nicht zu schaffen“, sagt Elke Petersen.

Und finden die beiden Trainerinnen nicht bis Ende des Jahres Nachfolger, die bereit sind, sich langfristig zu engagieren, wird das Schwimmtraining komplett eingestellt. „Das ist schade, denn es ist wichtig, dass die Kinder richtig schwimmen lernen“, sagt Sabine Jensen. Und für Petersen ist es wichtig, dass es Angebote von verschiedenen Vereinen gibt: „Schließlich muss die Gruppe passen. Häufig wechseln Kinder oder Jugendliche vom WTB zur DLRG und umgekehrt, weil sie im jeweils anderen Verein besser mit der Gruppe zurechtkommen.“

Anwärter für die Übernahme des Schwimmtrainings gibt es noch nicht, die Resonanz auf eine Rundmail an die Eltern war laut Elke Petersen mäßig. Sie und Sabine Jensen hätten zwar bereits Leute im Blick, dort sei aber noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Deshalb freuen sich die beiden über jeden Interessenten, der die Leitung des Schwimmtrainings übernehmen möchte. Sie dürfen sich bei Elke Petersen unter
✆ 04681/2441 melden.

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