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Freimaurer: Führungswechsel : Nach neun Jahren geht Peter Brauer

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Im Rahmen des 87. Stiftungsfestes wurde Georg Volta als neuer Meister der Johannisloge „Zum Anker an der Nordsee“ in sein Amt eingeführt.

Für die Föhrer Freimaurer-Johannisloge „Zum Anker an der Nordsee“ stand das 87. Stiftungsfest auf dem Programm. Zu der würdevollen Feier im Wyker Gemeindehaus hatten sich zahlreiche Gäste aus Schleswig-Holstein und Hamburg eingefunden, darunter viele Würdenträger und Mitglieder aus anderen Logen. Die Wyker gehören zu den derzeit zwölf in Schleswig-Holstein bestehenden Johannis-Bünden und sind eingebunden in die „Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland“.

1928 war die Wyker Loge „Zum Anker an der Nordsee“ von 13 Männern gegründet worden, zu denen auch die Föhrer Peter Beck, Julius Früdden und Leon Knudsen gehörten. Erster Logenmeister war Friedrich Adolf Brautlecht. Die Freimaurer sind die letzten großen Männerbünde, in denen nahezu alle Alterklassen und Berufe vertreten sind. Ziel der Freimaurerei ist, möglichst viele unterschiedliche Menschen zusammenzubringen und das Verständnis füreinander zu fördern. Toleranz und Interesse gegenüber Andersdenkenden sind für eine Mitgliedschaft zwingende Voraussetzung.

Erstmals in Erscheinung getreten sind die modernen Freimaurer 1717 in London. Wie alle Logen, unterstützen auch die Wyker mit ihren derzeit 15 Mitgliedern immer wieder Menschen, die in Not geraten sind. Anders als bei anderen Organisationen werden derartige Hilfeleistungen allerdings nicht öffentlich gemacht. Dass diese Haltung mit ein Grund dafür ist, das den Logen auch heute noch vielfach Geheimniskrämerei nachgesagt wird, wird dabei in Kauf genommen.

Im Rahmen des Stiftungsfestes wurde der Altlogenmeister Peter Brauer aus seinem Amt verabschiedet und dessen Nachfolger Georg Volta feierlich in sein Amt eingeführt. Brauer hatte die Loge , an deren Spitze zuvor Friedrich Amfaldern gestanden hatte, neun Jahre lang geführt, dafür wurde er vom Vorsitzenden der Provinzialloge von Schleswig Holstein, Nils Dahlegaard, geehrt. Brauer betonte, dass er die vergangenen neun Jahre nicht missen möchte und gern daran zurückdenke, auch wenn die Aufgabe manchmal sehr zeitintensiv war.

Nun wird Georg Volta den Hammer der Föhrer Freimaurer führen. Der in seiner Antrittsrede betonte, dass er das Amt nur erfolgreich führen könne, wenn alle Brüder ihn tatkräftig unterstützen. Als Ziel gab der neue Meister aus, die Loge mehr in die Aufmerksamkeit der Föhrer zu rücken. Durch eine angemessene Öffentlichkeitsarbeit soll die Struktur aufgebrochen werden, denn noch immer herrscht die Meinung vor, die Loge agiere als Geheimbund. Aber: „Das Erleben im Ritual ist eine persönliche Bereicherung“, und Volta will diese Empfindung auch nach außen tragen.

Auch neue Brüder für die Arbeit zu gewinnen, hat sich Georg Volta, der der Loge seit rund sechs Jahren angehört, auf die Fahne geschrieben. Zwar sei der Nachwuchs für die Wyker kein zentrales Problem. Dennoch sei man wie jedes soziologische Gefüge auf Zuwachs angewiesen. „Die Jugend ist die Zukunft, und in die muss wie in einer Volkswirtschaft investiert werden.“ Aus diesem Grund sei die Öffnung wichtig.

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erstellt am 05.Nov.2015 | 10:00 Uhr

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