Tauziehen Wyker Hafen : Nach 13 Jahren erstmals Sieg der "Oevertrecker"

Die Sprünge ins Wyker Hafenbecken hatten für die vielen Zuschauer einen besonderen Unterhaltungswert. Foto: ipu
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Die Sprünge ins Wyker Hafenbecken hatten für die vielen Zuschauer einen besonderen Unterhaltungswert. Foto: ipu

Zum traditionellen Tauziehen über das Wyker Hafenbecken traten an diesem Wochenende 14 gestählte und motivierte Herrenteams ebenso wie sieben gut gelaunte und schick verkleidete Damenmannschaften an.

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24. August 2009, 10:08 Uhr

Wyk | Was vor 13 Jahren als Privatinitiative begann, wurde anschließend bis zum letzten Jahr vom Hafenamt gemanagt. Nun ist die Tourismus GmbH als Veranstalter des Wyker Tauziehens erstmals in der Pflicht.

"Gott sei Dank, die Zwerge treten nicht an" - ein Stoßseufzer der Erleichterung war in nahezu allen Föhrer Mannschaftscamps bereits im Vorfeld zu hören. Das Fehlen der Abonnementsieger der letzten Jahre ließ "altgediente" insulare Tauzieh-Truppen wie "Die Krämerburschen", "RASH" oder "Promillejäger" auf einen Sieg hoffen, zumal mit den "Bullfightern" aus Bollingstedt, der Amrumer "Satteldüne" und den "Pressmaschinen " aus Delve nur drei bislang unbekannte Größen für den Traditionswettbewerb gemeldet hatten.
Immer nur rückwärts

Der Trainingsaufwand der Teams war ebenso unterschiedlich wie die "Ziehtechnik": Kleine Schritte, große Schritte? "Egal, nur rückwärts, immer nur rückwärts muss es gehen", so war aus dem Lager der "Krämerburschen" vor Beginn zu erfahren.

Punkt 15 Uhr der Anpfiff: Im K.-O. Verfahren zogen sich "Spiderschweine", "Hafensänger" oder "Strippentrecker" selber aus dem Verkehr, und auch die Damenwelt der Amrumer "Satteldüne", das Team "HKH&Friends" und die "Kampfgürkchen" genossen die angenehme Wassertemperatur des Binnenhafens nicht ganz freiwillig.

Bis zu den Semifinalen konnte Conferencier Holger Knittel samt Co-Moderator Manfred Degen die Zuschauermassen durch flotte Sprüche und eingängige "Partymucke" begeistern, dann haute der Kampf um Platz Drei der Damen selbst den souveränen Knittel vom Hocker. Denn die "Devil Duckies" bewiesen erst nach minutenlangem Kampf gegen die "Unförmigen" entengemäßes Schwimmtalent.
Verbales "Einpeitschen"

Die Vorjahressieger , die "Flotten Lotten", hatten dagegen relativ leichtes Spiel mit der Traditionsmannschaft "Nieblumer Fruuns Föhr Ever" und nahmen zum zweiten Mal den Siegerpott entgegen. Die zehn Feuerwehrkameraden aus Utersum landeten gegen die "Krämerburschen" im Wasser und auf Rang Vier.
Dann stand nach Jahren wieder einmal ein rein Föhrer Herrenfinale zweier Traditionsteams an: Die Borgsumer "Mühlengeister" versus die "Oevertrecker". Letztere waren übrigens die "Dienstältesten", denn bereits vor 13 Jahren nahm der harte Kern als Oevenumer Kneipentruppe an der Tauziehpremiere teil. Deutlich spürbar der unbedingte Siegeswille, denn die ehemalige Tresenmannschaft hatte gleich zwei "Einpeitscher" mit auf der Kaje. Und die gingen zumindest verbal nicht gerade zimperlich mit den zehn Athleten um. Aber das Anbrüllen hatte Erfolg: Bevor die "Night and Day"-Band den musikalischen Part der Binnenhafenparty eröffnete, konnten die "Oevertrecker" erstmals den lang ersehnten Pott in Empfang nehmen.

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