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Vor Amrum : Mutter mit zwei Kindern im Watt eingesunken

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Bei einem Spaziergang ist eine Mutter mit ihren zwei Kindern im Wattenmeer vor Amrum in den Meeresboden eingesunken. Rettungsmänner der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und Feuerwehrleute kamen zu Hilfe.

shz.de von
erstellt am 22.Mär.2015 | 17:37 Uhr

Wittdün | Im nordfriesischen Wattenmeer an der Ostseite der Insel Amrum war die Frau mit ihren zwei Kindern bei einem Spaziergang vor der Küste in den weichen Meeresboden eingesunken und in Gefahr geraten. Sie konnte sich nicht mehr selbst befreien. Rettungsmänner der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und Feuerwehrleute kamen der Familie zu Hilfe.

Um kurz vor 10 Uhr klingelte auf dem Seenotrettungskreuzer „Vormann Leiss“ das Telefon: Eine Beobachterin hatte von Land aus die Notlage der Familie bemerkt und direkt die Seenotretter alarmiert. Die Besatzung ließ ein Boot zu Wasser und nahm Kurs auf den Unglücksort zwischen dem Seezeichenhafen und dem Wittdüner Fähranleger.

Etwa 100 Meter vor der Küste fanden die Seenotretter die kleine Familie. „Die Frau war mit einem Bein bereits bis zum Oberschenkel eingesunken. Sie trug ein etwa sechs Monate altes Baby auf dem Rücken“, schildert Rettungsmann Lars-Peter Jensen die Situation. Wenige Meter abseits stand ein zweites, etwa drei Jahre altes Kind im Watt. Es war jedoch lediglich mit den Füßen eingesunken.

Eile war geboten, um bei Wassertemperaturen von fünf Grad der Gefahr der Unterkühlung der Mutter entgegenzuwirken. Die JAPSAND stoppte an der Wattkante. Ein Seenotretter stieg im Überlebensanzug aus und arbeitete sich von dort aus noch rund 20 Meter zu der Familie vor. Mit bloßen Händen befreite er die Mutter. Dabei sank er ebenfalls ins Watt ein, konnte sich jedoch später auf allen Vieren Richtung Tochterboot kriechend selbst wieder befreien.

Unterdessen nahte weitere Hilfe: Die Freiwillige Feuerwehr der Insel näherte sich von Land aus mit Leitern. Die Feuerwehrleute brachten zunächst das ältere Kind an Land, bevor die Mutter mit ihrem Baby folgen konnte. Der Landrettungsdienst übernahm die weitere Versorgung der Familie.

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