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Konzert in Norddorf : Musikalische Mediziner begeistern

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Deutscher Ärztechor und Deutsches Ärzteorchester sorgen mit der Großen Messe in c-Dur von Mozart für Beifallsstürme.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2016 | 14:30 Uhr

Im Norddorfer Gemeindehaus fand ein vielumjubeltes gemeinsames Gastspiel des Deutschen Ärztechores und des Deutschen Ärzteorchesters statt. Es war bereits das fünfte Mal seit der Premiere im Jahr 2007, dass ein solches Benefizkonzert auf der Insel stattfand.

Auf dem Programm stand die Große Messe in c-Moll für Soli, Chor und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart. Und die Resonanz war groß: Knapp 300 Besucher hatten den Weg ins Gemeindehaus gefunden, um die rund 125 musikbegeisterten Mediziner zu sehen und zu hören.

„Amrum ist für uns ein Stück musikalische Heimat und es ist immer wieder schön, auf die Insel zurückzukehren“, freute sich Dr. Matthias Wagner. Der Rosenheimer Arzt hatte den Chor vor zehn Jahren gegründet, dem heute mehr als 300 Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet angehören. Seine Wurzeln hat der Chor in dem 1989 in München gegründeten Deutschen Ärzteorchester, dessen Besetzung einem Sinfonieorchester entspricht und das auf viele Auftritte in namhaften Konzertsälen Deutschlands zurückblickt. Die Gründung des Chores war dem Wunsch geschuldet, auch Oratorien und große Werke für Chor und Orchester aufführen zu können.

Zwei- bis dreimal pro Jahr kommen die Sänger zu intensiven Proben mit anschließendem Konzert zusammen. So hatten sich beide Ensembles im Dezember 2007 auf Amrum getroffen, um das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach einzustudieren und aufzuführen. Der große Erfolg ermutigte die Sänger zu weiteren deutschlandweiten Auftritten – etwa mit dem Deutschen Requiem von Brahms, Mozarts Requiem, Händels Messias oder der Schöpfung von Haydn – und auch im Ausland war der Deutsche Ärztechor bereits zu Gast.

Die Mediziner verbinden ihre Freude zur Musik mit der ärztlichen Grundhaltung, sich Menschen in sozialer oder krankheitsbedingter Not zuzuwenden und diese zu unterstützen. Dem Brauch, die Einnahmen ihrer Auftritte einem guten Zweck zukommen zu lassen, bleiben beide Ensembles auch nach ihrem Auftritt auf Amrum treu: Der Erlös soll in diesem Jahr der Nebeler St.-Clemens-Kirche zugute kommen, wo unter anderem demnächst die alte Kirchentür restauriert werden soll.

Das spielte allerdings im Gemeindehaus noch keine Rolle, wo das Publikum ein fulminantes Konzert erlebte. Für das die Akteure – wie schon bei ihren vorherigen Amrum-Gastspielen – eine Woche lang intensiv geprobt hatten. Lohn für die Arbeit waren Beifallsstürme, mit denen der Abend nach rund eineinhalb Stunden zu Ende ging. Und eine gute Nachricht gab es zum Abschluss: Es sollen weitere Auftritte auf Amrum stattfinden.

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