Mord kennt keine Saison

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27. August 2012, 03:59 Uhr

nebel | Volker Streiter, Polizist und Amrum-Fan, lässt seinen neuesten Krimi "Mörderische Nachsaison" auf Amrum spielen. Im Nebeler "Hotel Friedrichs" hatte er zur Lesung geladen, wo der Autor gleich zu Beginn gestand, dass dieser Krimi sein bisher unblutigster sei - was der Spannung, wie man später merkte, keinen Abbruch tut.

Eine weibliche Leiche im Hotelzimmer, eine Kommissarin auf Amrum-Urlaub und jede Menge Spuren im kniehohen Dünengras lassen bei den Zuhörern nicht nur Gänsehaut entstehen, sondern liefern Bilder, die Vor-Ort-Leser auf Amrum gleich in ihren eigenen Urlaub einbauen und genüsslich mit dem Rad abfahren könnten. Wie man diese kleinen Orte auf Amrum so genau im Gedächtnis behalten könne, fragte eine begeisterte Zuhörerin, denn Streiter beschreibt die Örtlichkeiten namentlich und originalgetreu in seinem 213 Seiten starken Krimi.

Amrumer Sehenswürdigkeiten, die einem (eigentlich) bestens vertraut sind, weshalb es leicht fällt, Inselpolizist Nanning Tadsen bei seinen Ermittlungen über die Insel zu begleiten. Es gilt, ein Kapitalverbrechen aufzuklären - keine Routinearbeit auf einer kleinen Nordseeinsel.

Ein Jahr schrieb Volker Streiter an "Mörderische Nachsaison". Entgegen den Erwartungen aber nicht auf Amrum. Vielmehr diente dem Autor die Terrasse seines Kölner Appartements als idealer Ort zum Schreiben, wo nur der Straßenlärm daran erinnerte, dass Amrum hunderte Kilometer weit weg ist. Zumindest bis zum nächsten Amrum-Urlaub.

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