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Musik von der Grünen Insel : Mord-Balladen und Liebesleid

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die More Maids kamen zu einem Gastspiel nach Föhr und Amrum und brachten einen Hauch von Irland auf die Inseln.

shz.de von
erstellt am 29.Jun.2015 | 14:00 Uhr

 

Ein Hauch von Irland wehte durch den Wyker Kurgartensaal und das Norddorfer Gemeindehaus, als die „More Maids“, die als die „First Ladies of Irish Folk“ gelten, ihre Musik präsentierten. Auf beiden Inseln waren die Zuschauer von der typischen Musik der „Grünen Insel“, dargeboten auf traditionellen Folkinstrumenten, begeistert.

Die Songs der „More Maids“ sind überwiegend typisch irisch, haben aber auch Einflüsse aus dem Acoustic-Pop. Stets bewegt sich die Band jedoch in der Tradition des „Storytelling“, des Geschichtenerzählens.

Das Markenzeichen der drei Damen ist der dreistimmige Gesang, in dessen Mittelpunkt die samtige Stimme von Barbara Coerdt steht. Sie, die schon als Kind Dudelsack-Klänge aufregend fand, spielt die irische Bouzouki und gilt als Kompetenz für irische Tradition.

Die Musikerinnen überzeugen aber nicht nur vokal, sondern beherrschen auch ihre Instrumente meisterhaft. So bespielt Marion Fluck diverse Flöten, Whistles und das Akkordeon. Sie hat sich durch einige Bandprojekte und ihr Engagement beim Folk-Club Ludwigshafen in der deutschen Musikszene einen Namen gemacht und gilt als eine der besten Flötistinnen Deutschlands.

Auch Barbara Hintermeier, jugendlicher Neuzugang an der Fiddle, konnte das Publikum beeindrucken. Nicht nur mit ihren Geigenspiel: Ihr Background-Gesang fügt sich harmonisch in den Sound der Band ein und sorgt für eine ganz besondere Note.

Die drei Musikerinnen leben über das Bundesgebiet verteilt in Hannover, Mannheim und München, und bringen es dennoch auf zehn bis 20 Konzerte im Jahr. Und obwohl keines der Bandmitglieder irische Wurzeln hat, gelingt es ihnen, das Lebensgefühl und die traditionelle Musik der grünen Insel zu vermitteln.

Das fanden auch die Besucher im Kurgartensaal und im Gemeindehaus, die stimmungsvolle Konzertabende erlebten und nicht mit Applaus geizten. Und das trotz der teils schaurigen Mordballaden und vielen gebrochenen Herzen, um die es in den meisten Liedern geht.

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