Kinder feiern Fasching im Forst : Mit Nis Puk auf Grütztopfsuche

Unter Beweis gestellt: Die Kinder können genauso hoch springen wie Nis Puk groß ist.
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Unter Beweis gestellt: Die Kinder können genauso hoch springen wie Nis Puk groß ist.

Feuerwehrmänner, Marienkäfer und Rentiere durchsuchten den Wald nach Hinweisen. Naturkindergarten hat derzeit zwei freie Plätze.

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24. Februar 2018, 08:30 Uhr

Das Faschingsfest des Naturkindergartens der St.-Nicolai-Kirche findet jährlich unter einem wechselnden Motto statt. In diesem Jahr halfen 13 bunt verkleidete Kinder der Sagengestalt Nis Puk bei dessen Suche nach seinem Grütztopf.

„In der Zeit vor Fasching lesen wir jedes Mal mit den Kindern zusammen ein Buch und basteln daraus dann eine Art Schnitzeljagd“, erklärt die Leiterin des Kindergartens, Kerstin Buhmann. „Heute haben wir auch Glück mit dem Wetter, würde es regnen, hätten wir aber einfach eine Plane über unser Lager gespannt“, so die bei Wind und Wetter routinierte Leiterin.

Auf versteckten Papierrollen standen nicht nur Hinweise, wo sich die nächsten Zettel befinden, sondern auch kleine Aufgaben: So bildeten die Kinder spontan Reime oder wurden nach Zaubersprüchen und Zutaten für Nis Puks Grütze abgefragt. Ein nächster Hinweis sollte sich bei einem Ahornbaum befinden, den die Kinder ohne große Mühe bestimmen konnten.

„Wir möchten, dass die Kinder durch das Spielen und Leben in und mit der Natur eine positive Einstellung zur Umwelt aufbauen“, verdeutlicht Buhmann einen Grundsatz der Einrichtung. In dem Kindergarten „ohne Wände“ würde kein Raum für Sinnesexperimente, keine Geräuscheküche, Matschräume oder Entspannungsräume etwa, benötigt, in der Natur sei alles vorhanden.

Am Ende der Suche erhielt nicht nur Nis Puk seinen Grütztopf wieder, auch all seine kleinen Helfer bekamen einen Mini-Topf geschenkt, der sich sogleich mit selbstgemachter warmer Gerstengrütze füllte. Damit war dann das große Frühstücksbüffet um zehn Uhr eröffnet, das mit Hilfe der Eltern hergerichtet wurde. „Nach dem Essen gibt es dann noch kleine Spiele wie Ringe- oder Dosenwerfen“, beschreibt die Erzieherin Petra Völcker den weiteren Ablauf bis zum Mittag, „das war’s dann aber auch, die Kinder bekommen dann, wie jeden Tag, Raum für individuelles Spielen: Sie können selbst entscheiden, was und mit wem sie spielen möchten, sie können selbst Dinge entdecken, ausprobieren und beobachten.“

Derzeit besuchen 16 Kinder den Naturkindergarten an der Schietkuhle. Mit einer Kapazität für 18 Kinder sind aktuell noch zwei Plätze frei: „Wir haben zwar Anfragen, allerdings für unter Dreijährige. Wir können aber erst Kinder ab dem dritten Lebensjahr aufnehmen“, so Kerstin Buhmann. Um die Mittagszeit endete das Faschingsfest, aber zu Hause hatten die Kinder dann sicherlich noch viel zu erzählen über Nis Puk und seine Grütze. Der ein oder andere konnte bestimmt auch einen Zauberspruch aufsagen.

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