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amrumer jugendfeuerwehr : Mit Neugierde und Elan dabei

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Nachwuchs-Brandschützer ernteten bei der Jahresversammlung viel Lob von allen Seiten. In der Jahresversammlung wurden zwei neue Mitglieder aufgenommen.

Jahresversammlung der Jugendfeuerwehr: Das Besondere am Nachwuchs ist, dass er die Tagesordnungspunkte, die eine Versammlung zu einer Jahreshauptversammlung machen, mit stoischer Ruhe an sich vorbeiziehen lässt. Jahresbericht, Kassenbericht, offene Ämter, Grußworte … Die zwölf anwesenden Mädchen und Jungs (von insgesamt 16 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr), die an den Tischen im Jugendfeuerwehrhaus am Seezeichenhafen in Wittdün in ihren Uniformen saßen, hörten Norman Peters, dem 23-jährigen Jugendfeuerwehrwart, beim Moderieren zu und hatten sich über ihr zukünftiges Ämterengagement scheinbar vorher schon Gedanken gemacht, weshalb ihr Nein oder Ja wie aus der Wasserspritze geschossen erfolgte. Kommentarlos nahmen sie dann die ihnen gereichten Stimmzettelchen in Empfang und notierten darauf umgehend ihre Stimme für die zu besetzenden Posten Jugendgruppenleiter, Kassenwart und Schriftführer.

Die Ergebnisse: Neuer Jugendgruppenleiter ist und bleibt Marvin Rehberg, der bei Stimmengleichheit – aber größerem Würfelglück – den Posten vor Daniel Peters bekam, der sein Stellvertreter wird. Kassenwartin wird Aileen Peters, neuer Schriftführer Justin Beiß. Ein Hoch auf diesen jungen Mann, der erst, wie alle für diesen Posten vorgeschlagenen Jungfeuerwehrmenschen, den Job nicht ausüben wollte. „Einer muss aber“, hieß es aus der Runde. Und tatsächlich lenkte Justin schnell ein und nahm die Verantwortung an. Sollte man hoch schätzen, wenn die Jugendlichen bereit sind, Verantwortung in der Truppe zu übernehmen. Ein großer Dank an alle.

Offiziell aufgenommen wurden Elina Sophie Hansen und Tom Isemann, die jetzt ein Jahr lang Probedienst machen wollen. Für die 14-jährige Elina Sophie könnte das die Vorbereitung auf ihren Traumjob Rettungssanitäterin werden. Der elfjährige Tom wollte einfach mal ausprobieren, wie es so ist bei der Feuerwehr.

Danach kamen alle in den Genuss von Grußworten aller drei Bürgermeister. Die Troika nahm sich lachend gegenseitig die Worte weg; was will man auch so Verschiedenes sagen anlässlich dieser ganz klaren Prämisse: Die freiwillige Feuerwehr ist wichtig – auf einer Insel, die nie eine Berufsfeuerwehr haben wird, ist sie noch wichtiger – und der Nachwuchs, neugierig, gespannt und mit Elan dabei, ist eine verdammt nötige Grundlage. Grußworte-Zusammenfassung: Jürgen Jungclaus, Wittdüns Bürgermeister, versprach immer ein offenes Ohr falls Hilfe nötig sei, sein Nebeler Amtskollege Bernd Dell-Messier freute sich, dass in Norman Peters ein so guter Jugendfeuerwehrwart gefunden wurde, der alles wunderbar im Griff habe, und Norddorfs Bürgermeister Peter Koßmann bot sich sogleich an, im nächsten Jahr das Essen zu spendieren.

Polizeihauptmeister Ralf Klein, bisher einziges festes Fördermitglied, bekam im letzten Jahr Verstärkung durch Christa Möller (Applaus). Er betonte, wie wichtig eine funktionierende Jugendfeuerwehr sei und warb für mehr Mitglieder. Klaus Peter Ottens, stellvertretender Amtswehrführer, rief in Erinnerung, dass Personalprobleme bei der Feuerwehr ja „Insel hoch und Insel runter“ ein Thema seien, weshalb man den Jugendlichen Mut machen müsse: „Bleibt dabei, macht weiter!“ Nebels Wehrführer Oliver Ziegler freute sich genau so über den Nachwuchs wie seine Süddorfer Chef-Kollegin Claudia Motzke; beide wissen gut ausgebildete Feuerwehrleute zu schätzen.

Die Vertreter der drei Inselgemeinden überreichten je einen Scheck, die Inselwehren spendeten ebenfalls. Ein paar Zahlen aus dem Jahresbericht: 108 Dienststunden wurden geleistet, davon knapp die Hälfte für die technische Ausbildung. Der Kassenbericht wies für 2014 leider nur halb so viele Spenden auf wie im Vorjahr. Mit eiserner Sparsamkeit kam man trotzdem rum. Die größten der kleinen Ausgaben dienten dabei der Kameradschaftspflege.

Dann bedankte sich Norman Peters bei seinen jugendlichen Kameraden für die gute Dienstbereitschaft. Und Schluss war. Uhrenvergleich: 15.36 Uhr. Letzter Punkt der Tagesordnung: Essen fassen. Bei Spaghetti Bolognese kam Leben in die Bude …

Wir schalten um zur Werbung. Alle zwei Wochen am Wochenende zwei Stunden Jugendfeuerwehreinsatz: viel Sport machen, auch Fußball spielen, technisches Wissen bekommen, Erste-Hilfe lernen, Schläuche legen, Löschangriffe üben, Feuerwehrfeste feiern, ins Zeltlager fahren. Was für ein Abenteuer. Kostet nichts und rettet vielleicht irgendwann mal Leben. Ran!

 

 

 

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erstellt am 26.Feb.2015 | 20:00 Uhr

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