zur Navigation springen

Föhrer Tourismus-Chef : Mit neuen Ideen das Wir-Gefühl stärken

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Heute soll der Vertrag mit Jochen Gemeinhardt unterzeichnet werden. Der gebürtige Niedersachse hatte unter sechs Bewerbern das Rennen gemacht.

Heute soll der Vertrag mit dem künftigen Föhrer Tourismus-Chef unterzeichnet werden, bereits gestern stellte Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen Jochen Gemeinhardt der Presse vor. Der Tourismus-Fachmann hatte mit seiner Frau auf dem Weg in den Urlaub Station auf Föhr gemacht. „Wir haben uns schon Räder gemietet und werden die Insel erkunden“, berichtete der designierte Chef der Föhr Tourismus GmbH (FTG), der sich gestern bereits die erste Wohnung anschauen wollte und sich ganz angetan von der Angebotsvielfalt in der Wyker Fußgängerzone und der Freundlichkeit in den Geschäften zeigte.

Am 2. Januar wird Jochen Gemeinhardt, der zuvor zehn Jahre im ostfriesischen Jever, dann neun Monate in Großenbrode an der Ostküste und jetzt seit Mai im Bayerischen Wald tätig war, seinen Dienst bei der gesamtinsularen Föhrer Tourismus-Organisation antreten. Die Insel hatte er bereits bei Kurzurlauben vor etlichen Jahren kennengelernt, als ihn dann kürzlich ein Headhunter angerufen und gefragt habe, ob er sich einen Wechsel nach Föhr vorstellen könne, habe er gleich ja gesagt. „Das Interesse war sofort da“, so Gemeinhardt, den es auch deshalb wieder in den Norden zieht, weil seine Frau, eine Grundschullehrerin, in Bayern keine Anstellung bekam.

„Dass Föhr eine Insel ist, fand ich einfach Klasse“, begründet Gemeinhardt seinen Entschluss, es bei einem kurzem Gastspiel in Süddeutschland zu belassen. Er habe dann zwar im Internet recherchiert, dass auf dieser Insel nicht alles eitel Sonnenschein sei. „Aber das war es im Bayerischen Wald auch nicht.“

Der gebürtige Niedersachse hatte unter sechs Bewerbern, die in die engere Wahl gekommen waren, das Rennen gemacht, verriet Raffelhüschen. Seine Aufgabe wird es nun auch sein, dafür zu sorgen dass Wyk und Föhr-Land nach den Querelen der letzten Jahre in Sachen Fremdenverkehr wieder an einem Strang ziehen. „Auch wenn die auf Föhr-Land sagen, dass es mit Wyk schwierig ist, ich als Außenstehender finde es nicht schwierig“, traut der 48-Jährige, der schon an anderen Orten in ähnlichen Strukturen gearbeitet hat, sich diese Aufgabe zu. Das Verhältnis zwischen Wyk und Föhr-Land vergleicht er mit einer Partnerschaft, in der die beteiligten schon mal enttäuscht wurden. „Aber man kann sich neu verlieben“, ist der künftige FTG-Chef überzeugt und will dazu mit neuen Ideen und dem Blick von außen beitragen und auf der Insel „das Wir-Gefühl stärken“. Dazu will er das Gespräch mit allen Leistungsträgern suchen und „wenn es am Anfang hakt, nicht gleich mit der Keule draufhauen“.

Marketingstrategien und Veranstaltungskonzepte will Gemeinhardt, der wie er berichtet, gerade dabei ist, sich Schritt für Schritt mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen, aber durchaus auf den Prüfstand stellen. So den Slogan „Friesische Karibik“, der, davon ist Gemeinhardt überzeugt, zunächst Aufmerksamkeit erregt habe, den man dann aber mit Inhalten hätte füttern müssen.

In der Kinder-Uni und vor allem beim Hafenfest mit dem Musikfeuerwerk „Föhr on Fire“ sieht er Zukunftspotenzial. „Denn alles, was mit Wasser, Hafen, Lichtern zu tun hat, wollen die Urlauber. Da würde ich drauf aufsatteln“, kündigt er an.

Die Veranstaltungswoche „Kurs Föhr“ dagegen hat es in diesem Jahr zum letzten Mal gegeben, verriet Paul Raffelhüschen. Eine Entscheidung, die noch in der „alten“ FTG gefällt wurde. „Kurs Föhr“, so berichtet der Wyker Bürgermeister, fiel dem Rotstift zum Opfer.

zur Startseite

von
erstellt am 28.Okt.2014 | 11:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen