zur Navigation springen

Baggerarbeiten : Millimeterarbeit im Hafenbecken

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Das Frachtschiff „Catjan“ wird zu Entfernung von Sandablagerungen im Sportboothafen eingesetzt. Nach Wyk werden Jan Christiansen und seine Crew auch in Wittdün und Dagebüll im Einsatz sein.

von
erstellt am 03.Mär.2015 | 12:00 Uhr

Beinahe täglich ist derzeit die „Catjan“ im Wyker Sportboothafen im Einsatz. Grund sind Baggerarbeiten, in deren Rahmen Sandablagerungen entfernt werden. Rund 3000 Kubikmeter werden es am Ende sein, gut zwei Drittel hat Schiffseigner Jan Christiansen mit seiner zwei Mann starken Besatzung bereits entnommen und südlich von Olhörn verklappt.

Arbeiten, die aufgrund der starken Verschlickung der Häfen regelmäßig anfallen. Wo Hand anzulegen ist, entscheidet sich Jahr für Jahr anhand der Messungen. Immer im Fokus sei das Areal für die Sportboote, berichtet Wyks Hafenbetriebschef Ulrich Koch. „Dieser Bereich ist durch die beiden Molen wie eingebettet. Mit den Gezeiten werden Sedimente eingespült, die sich absetzen.“ Im Binnenhafen reiche dagegen in der Regel das Spülverfahren.

Rund 50  000 Euro muss der Wyker Hafenbetrieb für die Arbeiten hinblättern, denen erstmals eine Fünf-Jahres-Genehmigung zugrunde liegt. Vorteil: Die Kosten für das erforderliche Verwaltungsverfahren mit Prüfungen und Gutachten durch Labore sinken. Einen geringeren Aufwand bedeutet für den Hafenbetrieb auch der Einsatz der beweglichen „Catjan“ im engen Sportboothafen. Anders als früher, muss nicht mehr die gesamte Steganlage entfernt werden, um größeren Spül-Schiffen den Zugang zu ermöglichen. Seit drei Jahren ist der Frachtschiffer dabei und stellt sein Manövrier-Talent unter Beweis. Denn die Aluminium-Schwimmstege sind für Sportboote gebaut und könnten dem knapp 45 Meter breiten und zwölf Meter langen Schiff nicht standhalten.

Bei der filigranen Maßarbeit, die nur zu bestimmten Jahreszeiten und bei Wassertemperaturen bis zu zehn Grad erlaubt ist, richtet sich Jan Christiansen nach zuvor erstellten Peilplänen. Die zeigen auf, wo die größten Sedimentansammlungen sind. Haltepfähle helfen bei der Positionierung und Orientierung und der Boden wird rasterähnlich mit dem Greifer beackert. Ist die Reichweite des Baggers abgearbeitet, ändert das Schiff seine Position. In rund zwei Wochen sollen die Arbeiten beendet sein. Gut für Ulrich Koch, der bis Ende März kalkuliert und auf ein früheres Ende gehofft hatte. Denn im Sportboothafen stehen vor der Saison noch einige Reparatur- und Erneuerungsarbeiten an.

Derweil hat Jan Christiansen im Anschluss die Häfen von Amrum und Dagebüll im Visier. In Wittdün werde der Aufwand davon bestimmt, berichtet Norbert Gades, Chef beider Häfen, wo sich Sand abgelagert hat. In Dagebüll dagegen seien die Arbeiten im gesamten Hafenbereich geplant. Hier kommen neben der „Catjan“ ein Hopperbagger, der mit einem Saugarm arbeitet, und eine hydraulische Egge zum Einsatz. Jan Christiansen baggert hauptsächlich an den Rändern, da größeres Gerät nicht dicht genug an die Spundwände kommt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen