Amrum : Mehr Wasser unter dem Kiel

Das Spezialschiff kann auch zwischen den Schwimmstegen eingesetzt werden.
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Das Spezialschiff kann auch zwischen den Schwimmstegen eingesetzt werden.

Der Yachtclub lässt den Sportboothafen ausbaggern. Rund 3000 Kubikmeter Sediment werden entfernt.

shz.de von
27. Januar 2018, 13:30 Uhr

Bei den derzeitigen Temperaturen wird wohl kaum ein Freizeitkapitän an einen Bootstörn denken wollen, doch der Amrumer Yacht Club (AYC) hat die nächste Saison bereits im Blick und investierte gerade in die Schiffbarkeit seines Sportboothafens. Vor allem bei extremen Niedrigwasserlagen konnte man den enormen Sedimenteintrag in den Wittdüner Seezeichenhafen betrachten. Dann lagen die Flächen rund um die Brückenanlagen im Bereich der gepachteten Flächen weitestgehend trocken.

Ein Umstand, der für die Amrumer und vor allem auch für auswärtige Freizeitkapitäne, die die Insel anfahren, das Zeitfenster, in dem sie in den Sportboothafen des Amrumer Yacht Clubs ein- beziehungsweise auslaufen können, immer wieder einschränkt. „Wir haben daher mit der Beauftragung des Baggerschiffs ‚Peter Madsen‘ im gesamtem Bereich der Verschlickung entgegen wirken können“, erklärt der Vereinsvorsitzende Arno Schermer.

Entlang der Schwimmsteganlage, aber auch im gesamten übrigen Bereich des Sportboothafens hatten sich enorme Mengen an Sedimenten abgelagert. Die in dieser Form nicht gewünschte Landgewinnung ist bereits seit Jahrzehnten zu beobachten. Gegenmaßnahmen bedeuten für den Verein einen enormem Aufwand und belasten die Vereinskasse stark.

Rund 3000 Kubikmeter Sediment dürfen laut Genehmigung pro Jahr ausgebaggert werden. Arno Schermer sieht in dieser Maßnahme einen bedeutsamen Schritt zur Verbesserung der Schiffbarkeit des Sportboothafens und damit auch der Attraktivität. Da die „Peter Madsen“ bereits für die Hafenbetriebe von Dagebüll im Revier war, bot es sich an, das Spezialschiff zu engagieren.

„Wir haben mit der Beantragung einer Bagger- und Spülgenehmigung in die Schiffbarkeit und Attraktivität unseres Sportboothafens investiert“, betont der Vereinsvorsitzende. „Solch eine Genehmigung bedarf eines umfangreichen Gutachtens und ist mit 5500 Euro auch nicht gerade günstig gewesen“. Damit hat der Amrumer Yachtclub allerdings für fünf Jahre die Möglichkeit, die Sedimente ausbaggern zu lassen. Die Arbeiten müssen jeweils bis Ende April beziehungsweise bis zu einer maximalen Wassertemperatur von zwölf Grad abgeschlossen sein.

Mit dem Auftrag fließen allerdings auch 44 000 Euro vom Vereinskonto ab. „Alle Maßnahmen müssen natürlich für den Verein tragbar sein und so werden auch sukzessive die nächsten Einsätze unter diesem Gesichtspunkt geplant“, sagt Schermer.

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