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Öömrang Skuul : Mehr Platz zum Spielen benötigt

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Auf Amrum steigt der Bedarf an Betreuung für Kinder arbeitender Eltern. Der Baubeginn an der Eilun-Feer-Skuul in Wyk wurde auf Mitte Juni verschoben.

Mit den Umbauarbeiten an der Eilun-Feer-Skuul in Wyk wird es erst Mitte Juni losgehen. Die Zeitverzögerung ergibt sich durch eine notwendige EU-weite Ausschreibung. Mit dem Umzug in das Ausweichquartier im Hamburger Kinderhaus (HKH) wird im Juni begonnen. Den Zeitplan kündigte Amtsdirektorin Renate Gehrmann im Rahmen der jüngsten Schulausschusssitzung an, die auf Amrum stattfand. Bei der Sporthalle beginne am 15. Mai die Schadstoffsanierung, und ab 1. August der Umbau. Mit den Eltern sei man permanent im Gespräch, sagte Schulleiter Carl Wögens. Durch die drei Ausweichstandorte mit HKH und den Sporthallen des Alten Gymnasiums und der Rüm-Hart-Schule habe man enorme Pendelzeiten. „Da geht an den Rändern viel Unterrichtszeit verloren“, sagte Wögens, weshalb er hoffe, dass die Bauzeit eingehalten werde.

Großes Thema war die neu eingeführte betreute Grundschule an der Öömrang Skuul, die sich seit ihrem Start mit zehn Schülern bereits jetzt auf 18 vergrößert hat. Die Schüler, die nachmittags bis maximal 16 Uhr unter anderem im Förderzentrums-Raum betreut werden, brauchen mehr Platz. „Die Kinder brauchen in jedem Fall eine Art Zuhause, einen Raum, in dem sie Spiele oder eigene Sachen auch einfach mal liegenlassen können bis zum nächsten Tag“, sagte der Ausschuss-Vorsitzende Christian Klüßendorf. Auch seien die Wege zwischen Aufenthaltsraum und Essensraum viel zu lang und führten durch die ganze Schule, an der dann noch unterrichtet werde. Derzeit wird in der Schulküche gegessen, die eigentlich nur Unterrichtszwecken dient, da die große Küche weiterhin im Rohbau ist.

„Wir merken auch, dass nur eine Person für 18 Kinder nicht reicht. Das ist nicht nur laut Betreuungsschlüssel zu wenig“, sagte Schulassistentin und -sozialarbeiterin Sandra Chojnacki, die oft einspringt. Man rechne zukünftig mit noch mehr zu betreuenden Kindern. „Der gesellschaftliche Wandel geht in die Richtung. Wir merken, wie die Eltern das Angebot brauchen“, sagte Schulleiter Jörn Tadsen.

Bei der Suche nach geeigneteren Räumlichkeiten wurden mehrere Möglichkeiten in Erwägung gezogen: ein fester Raum innerhalb des Schulgebäudes oder der derzeit für Hausmeisterzwecke genutzte ehemalige Dienstwohnungsbungalow neben dem Schulgebäude, der auch schon mal als möglicher neuer Standort der Schulbibliothek im Gespräch war. Noch habe man keine Patentlösung, sagte Klüßendorf. Aufgrund der Platzproblematik auf den Inseln sei es aber wichtig, dass der Bungalow nicht dauerhaft als Abstellraum diene, sondern in irgendeiner Form wohnlich genutzt werden sollte.

Zur Prüfung durch den Haupt-, Finanz- und Amtsausschuss wurde der Beschluss für eine zweite pädagogische Kraft für die betreute Grundschule mit 18 Wochenstunden und den Ausbau der Schulküche gefasst.

Weitere Schulmeldungen: Man habe derzeit noch eine Abiturientin von Amrum, sagte EFS-Leiter Wögens. Im nächsten Schuljahr seien es drei Schüler von der Nachbarinsel. Vor vier Jahren waren es noch 17. Grund genug für Wögens, das bisherige Miteinander zu pflegen, als nächstes gäbe es am 14. Juni ein gemeinsames Volleyball-Turnier in der Öömrang Skuul. Deren nicht mehr ganz so neue, aber unglaublich beliebte Sporthalle werde „genutzt ohne Ende“, betonte Schulleiter Tadsen.

Für Wyks Grundschule (144 Schüler und 25 Neuanmeldungen) überlegt Schulleiter Christoph Steier, die Schulbegleitung nicht nur als Einzelfallhilfe zu betrachten, sondern übergreifend einzusetzen. Auch bestünde großer Betreuungsbedarf in den langen Ferienzeiten, an das Thema müsse man zukünftig ran.

An der Grundschule Föhr-Land beobachtet Schulleiter Michael Oldigs ein zunehmendes Ungleichgewicht bei den beiden Standorten. Derzeit sind 41 Schüler in Süderende und 75 in Midlum. Die Neuanmeldungen sind mit acht und 16 ebenso ungleich verteilt. „Wir sind aber in einem Entwicklungsprozess mit Eltern und Lehrern“, sagte Oldigs.

Julia Schäfer, seit letzten Herbst beim Amt Föhr-Amrum unter anderem zuständig für die Schülerbeförderung, informierte über eine Bedarfsanpassung: Da das Taxi, was die Kinder der Aussiedlungshöfe in der Föhrer Marsch zur Schule abholt, oft leer fuhr, wird daraus jetzt ein Bedarfs-Taxi, das kommt, wenn es bis zum Vorabend 18 Uhr angefordert wird.

Das Thema Inklusion konnten sich alle Ausschussmitglieder während ihrer Sitzung schmecken lassen: Die beiden Förderschüler, die auf Amrum in der Werkstufe der zehnten Klasse beschult werden und jeden Mittwoch mit selbst belegten Brötchen den Öömrang-Skuul-Kiosk bestücken, hatten auch die Teilnehmer an der Sitzung des Amts-Schulausschusses bestens verpflegt.

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