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Hafenstatistik 2015 : Mehr Menschen wollen nach Föhr

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Negativ-Trend gestoppt: Steigende Personenzahlen im Wyker Hafen. Amrum verzeichnet leichte Einbußen.

Erstmals seit dem Jahr 2010 ist die Anzahl der Menschen, die die Insel Föhr ansteuern, wieder leicht gestiegen. Damit wurde ein Trend gestoppt, denn seit der Jahrtausendwende waren – mit wenigen Ausnahmen – kontinuierlich rückläufige Zahlen registriert worden. Dies positive Entwicklung verrät die Hafenstatistik für das Jahr 2015, nach der 621  841 Menschen nach Föhr gefahren sind; immerhin gut ein Prozent mehr als im Vorjahr (614  578).

Rückläufig waren dagegen die Fahrgastzahlen im Ausflugsverkehr zu den Inseln und Halligen. Zirka 15 Prozent und damit etwa 8000 weniger Menschen wurden 2015 verzeichnet, nach rund 50  000 im Jahr zuvor. Dies sei in erster Linie auf den Ausfall eines Schiffes der Adler-Reederei zurückzuführen, teilt das Wyker Hafenamt mit. Hier habe der Verkehr nach Föhr für einen längeren Zeitraum erheblich eingeschränkt werden müssen.

Ein Aufwärtstrend ist auch bei den Autos zu verzeichnen, die die Insel mit der Fähre ansteuerten. 107  335 waren es im vergangenen Jahr, das entspricht einem Zuwachs von gut drei Prozent. Annähernd stagniert hat dagegen die Zahl der Lastwagen, und Fahrräder wurden knapp zwei Prozent weniger transportiert.

Bauprojekte sorgten für eine erhebliche Steigerung des Massengutumschlags, die ein Plus von rund 143 Prozent bescherten. Gut 46  000 Tonnen waren es, nach rund 19  000 Tonnen im Vorjahr. Zurückzuführen sei dies, so die Hafenamts-Mitarbeiter Gerd Jakobsen und Norbert Fritsch, ausschließlich auf die Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Wegebau für die Errichtung der Windkraftanlagen in Oevenum sowie für das Neubaugebiet im Wyker Kortdeelsweg.

Eine glatte Null vermeldet das Hafenamt bei der Ausfuhr im Frachtschifffahrtsbereich. Knapp 3000 Tonnen waren es noch im Vorjahr, als nach den Stürmen „Christian“ und „Xaver“ Ende 2013, die in den Inselwäldern erhebliche Schäden angerichtet hatten, im Rahmen der erforderlichen Rodungsarbeiten im Januar und Februar rund 2400 Tonnen Holz abtransportiert werden mussten. Dass in diesem Jahr keine Ausfuhr zu verzeichnen war, führen Jakobsen und Fritsch auch auf die geänderte Logistik in vielen Bereichen zurück: „Die Ausfuhr von Gütern wird derzeit ausschließlich per Lkw über den Fährverkehr abgewickelt.“

Die Anzahl der Fähren, die den Wyker Hafen angefahren oder verlassen haben, ist mit 6382 (2014: 6404) annähernd gleich geblieben. Um gut acht Prozent stieg die Zahl der Handelsschiffe, deren BRZ (Bruttoraumzahl) sich allerdings um mehr als 53 Prozent erhöhte. Zurückzuführen sei dies laut Hafenamt auf den Einsatz größerer Schiffseinheiten beim Schottertransport für die Baumaßnahmen in Oevenum und am Kortdeelsweg.

Die Schiffsbewegungen bei den Krabbenkuttern, Staats- und sonstigen Fahrzeugen sowie den Sportbooten bewegten sich im üblichen Rahmen. Eine gravierende Veränderung gab es dagegen bei den Fischereifahrzeugen: Mit nur noch acht Anläufen (Vorjahr 226) schlug hier ein Minus von knapp 97 Prozent zu Buche. Grund für den Rückgang sei der Umstand, so das Hafenamt, dass die Muschelfangfahrzeuge seit dem vergangenen Jahr ihre Dauerliegeplätze in Wyk aufgegeben haben.

Der Personenverkehr nach Amrum war im vergangenen Jahr, nach knapp 390  000 Menschen in 2014, rückläufig: Gut 330  000 Passagiere besuchten mit den Fähren oder Ausflugsschiffen die Insel, meldet Norbert Gades, Chef der Amrumer Versorgungsbetriebe. Die Zahlen der beförderten Autos (41  751), Lastwagen (4072) und Fahrräder (18  420) blieben auf dem Niveau des Vorjahres. Die Gütereinfuhr lag bei knapp 14  000 Tonnen.

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erstellt am 03.Mär.2016 | 09:00 Uhr

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