Touristische Fusion Sylt : Mehr Effizienz und Qualität

Sylt-Silhouette statt Surfsegel: Das neue Logo des Sylt Tourismus-Service erinnert stark an das des TSW.
Sylt-Silhouette statt Surfsegel: Das neue Logo des Sylt Tourismus-Service erinnert stark an das des TSW.

Seit dem 1. Januar sind Westerland, Sylt-Ost und Rantum eine Einheit. Damit ist auch die Sylt Tourismus-Service GmbH entstanden.

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06. Januar 2009, 12:18 Uhr

Sylt | Seit dem 1. Januar 2009 gibt es auf der Insel Sylt nicht mehr sechs Gemeinden und eine Stadt, sondern nur noch fünf Gemeinden. Die Stadt Westerland, die Gemeinden Sylt-Ost und Rantum haben sich zur neuen Gemeinde "Sylt" zusammengeschlossen, und die Verantwortlichen erhoffen sich von dieser Fusion vor allem auch straffere Politik- und Verwaltungsstrukturen. Diesem insularen Zusammenschluss ist ein jahrelanges Ringen vorausgegangen.

Aus drei mach eins - dieses Motto gilt mit Beginn des neuen Jahres 2009 auch für die Tourismusbetriebe der fusionierenden Sylter Gemeinden. Aus dem Tourismus-Service Westerland (TSW) und den kommunalen Eigenbetrieben aus Sylt-Ost und Rantum wurde am 1. Januar die Sylt Tourismus-Service GmbH - mit 180 Mitarbeitern Stammpersonal, 503.000 Gästen und knapp 4,3 Millionen Übernachtungen pro Jahr sowie einem Umsatz von rund 16 Millionen Euro.

Dabei werden die kleineren Kurbetriebe in die bestehende Struktur des bisherigen Tourismus-Service Westerland eingegliedert. Es bleibt also bei einer privaten GmbH, deren alleiniger Gesellschafter künftig die Gemeinde Sylt sein wird. Bestand haben wird auch das sogenannte Steuerverbundmodell, bei dem die Gewinne der Energieversorgung Sylt mit den Verlusten des Tourismusbetriebes verrechnet werden.
Gemeinsam die Mitarbeiter schulen

Mit wirtschaftlichen Synergien ist nach Aussage von Geschäftsführer Peter Douven vor allem bei den so genannten Querschnittaufgaben zu rechnen, die in Westerland zusammengefasst werden. Die Zentralisierung soll vor allem die Effektivität und Qualität verbessern. Dies gilt für den Einkauf und das Immobilien- und Vertragsmanagement ebenso wie für die Finanzbuchhaltung und das Personalwesen. Hier wird es bereits 2009 eine gemeinsame Aus- und Fortbildung für die Mitarbeiter sowie Eingangsschulungen und Abschlusstests für Saisonpersonal geben.

Im Technik-Bereich gilt es, mit größeren Kapazitäten künftig 15 Kilometer Strand sowie die nötige Infrastruktur zu bewirtschaften, während im Marketing ein gemeinsames Call-Center, der im Februar erscheinende Veranstaltungskalender sowie ein auf die Bedürfnisse der einzelnen Orte erweitertes Markenleitbild in Vorbereitung sind. 2010 wird es dann neue Gastgeberverzeichnisse und Ortskataloge geben.
Keitum bekommt neue Touristinformation

Zu den Maßnahmen, die vom STS schrittweise umgesetzt werden sollen, gehören auch die Schaffung einer neuen Touristinformation für Keitum, Investitionen auf dem Rantumer Campingplatz und am Muasem-Hüs, transparente Informations- und Buchungsmöglichkeiten in allen Ortsteilen, Außenstellen der Musik am Meer sowie die Vereinheitlichung von Kur- und Tourismusabgabe.

Geschäftsführer Peter Douven ist davon überzeugt: "Der Gast wird von der Fusion kaum etwas merken, außer der Verbesserung des Angebotes und der Qualität." Um den Gästen für die Kurabgabe einen echten Mehrwert zu bieten, wird zudem ab sofort verstärkt auf eine gültige Gästekarte geachtet. Sämtliche Preise - vom Freizeitbad, über Konzerte bis hin zum Strandkorb - sind an deren Besitz gekoppelt. Wer keine Gästekarte hat, zahlt zusätzlich den Tagessatz von 3,50 Euro.

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